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Fremdwährungskonto Vergleich – Wieso ein Währungskonto sich lohnen kannNeutralität mutual geprüft

Während Fremdwährungskonten früher eigentlich nur für Unternehmen interessant waren, die viele Kunden und Partner im Ausland haben, werden sie mittlerweile auch immer häufiger im Privatkundengeschäft nachgefragt. Deswegen haben wir hier einen Fremdwährungskonto Vergleich erstellt.

Was muss ich wissen?

  • Währungsschwankungen bieten gleichermaßen Risiko & Chancen
  • Fremdwährungskonto ähnelt vom Prinzip her Tages- oder Festgeld
  • Geld kann nicht direkt abgehoben werden, muss erst wieder zurück in Euro übertragen werden
  • Ein Fremdwährungskonto kann bessere Zinsen bringen
  • Spekulation mit Währungskursen ist nichts für Anfänger, gewisse Expertise im Finanzbereich empfehlenswert

Was ist ein Fremdwährungskonto?

Ein Fremdwährungskonto lässt sich mit einem normalen Tagesgeldkonto oder Festgeldkonto vergleichen. Eigentlich ist aber jedes Konto, auf das Beträge in ausländischer Währung eingezahlt werden, ein Fremdwährungskonto.

Mittlerweile gibt es einige Anbieter, die sich auf diese Art der Anlage spezialisiert haben und so den Kunden teils bessere Zinsen im Ausland vermitteln. Der größte Anbieter in diesem Bereich ist aktuell vermutlich weltsparen. Über das Portal ist es extrem einfach und unkompliziert, Geld in anderen Währungen und Ländern anzulegen, ohne, dass man dabei selbst im eigentlichen Sinne ein Fremdwährungskonto eröffnen muss.

Zu Weltsparen

Wieso ein Fremdwährungskonto?

Es gibt drei Hauptargumente dafür, wieso sich ein Fremdwährungskonto auf für Privatanleger lohnen kann.

1. Gewinn durch Währungsschwankungen

Der wichtigste Punkt für Menschen, die durch Fremdwährungskonten wirklich Einnahmen generieren wollen, sind Währungsschwankungen. Man spekuliert also darauf, dass eine Währung an Wert gegenüber dem Euro gewinnt. Wenn das Geld dann zurück in Euro übertragen wird, ist es mehr wert als zuvor.

Schlüsselbegriff ist hier „Spekulation“. Auf gut Glück oder weil man mal gehört hat, dass sich so Geld verdienen lässt, sollte man nicht versuchen, mit Währungsschwanken Geld zu machen. dafür braucht es viel finanzielle, wirtschaftliche und auch politische Expertise, da der Wert von Währungen von extrem vielen Faktoren abhängig ist.

Was beeinflusst Wechselkurse?
Wie gesagt gibt es viele Faktoren, die den Wert einer Währung negativ wie positiv beeinflussen können. Viel ist etwa auch von Entscheidungen der Politik und dem Verhältnis von Ländern zu einander abhängig. So hat 2016 die Wahl von Donald Trump den mexikanischen Peso um 15 Prozent einstürzen lassen.

Einige dieser Faktoren sind zum Beispiel:
  • Inflationsrate
  • Zinssätze der Notenbanken/Zentralbanken
  • Leistungsbilanz von Staaten
  • Staatsschulden

2. Alternative zu Tages- und Festgeldkonto

Auf ein normales Tages- oder Festgeldkonto erhalten Sie in Deutschland leider kaum noch Zinsen.

Je nach Währung kann das bei einem Währungskonto anders sein, so bietet aktuell Weltsparen ein Konto bei der BluOr Bank an, wo Ihr Geld in USD angelegt wird und Sie zumindest noch 1% auf Ihr Geld bekommen.

3. Schutz vor Inflation und Negativzinsen

In Deutschland herrscht aktuell eine sehr hohe Inflation, das heißt also ein Wertverfall des Geldes. Deswegen kann es sinnvoll sein, Geld in einer Währung eines Landes mit niedrigerer Inflation anzulegen.

Außerdem verlangen fast alle Banken in Deutschland mittlerweile ab einem bestimmten Freibetrag ein sogenanntes Verwahrentgelt. Das heißt also einen Negativzins von aktuell 0,5% auf bei der Bank geparktem Vermögen.

Damit geben die Banken die Negativzinsen an Kunden weiter, die sie selbst bei der EZB zahlen müssen.

Wenn Sie nun ein Fremdwährungskonto betreiben, auf das Sie ausreichend Zinsen erhalten, lassen sich so unter Umständen die besagten Negativzinsen ausgleichen oder werden auf die Form des Währungskontos erst gar nicht erhoben.

Fremdwährungskonto Vergleich: Unsere Empfehlungen für Fremdwährungskonten

Es gibt bei vielen Banken und Anbietern die Möglichkeit, Fremdwährungskonten zu eröffnen. Wir haben drei für unseren Fremdwährungskonto Vergleich herausgesucht, die wir von den Konditionen und Leistungen her als besonders gut einschätzen.

Smartbroker

smartbroker-logoSmartbroker ist in Deutschland seit 2019 am Markt und bietet in vielen Bereichen sehr gute Konditionen. Neben der Einrichtung von Sparplänen und dem Wertpapierhandel können Sie hier in Zusammenhang mit dem Depot kostenlos ein Währungskonto eröffnen, auf dem Sie 8 internationale Währungen führen können.

Mehr Details zu Smartbroker

Comdirect Fremdwährungskonto

comdirect-logoMit 12 Währungen zur Auswahl bietet auch die Comdirect ein gut aufgestellte Währungskonto. Um das Konto zu nutzen, wird eine Mindestanlage von 500 Euro vorausgesetzt, außerdem müssen Sie ein Girokonto bei der Comdirect haben. Kontoführungsgebühren fallen nicht an.

Mehr Details zur Comdirect

Consorsbank Fremdwährungskonto

consorsbank-logoAuch die Consorsbank bietet ein Währungskonto und wie bei der comdirect müssen Sie hier auch ein Girokonto bei der Bank betreiben. Beim Währungskonto der Consorsbank sind 9 Währungen verfügbar, Kontoführungsgebühren fallen nicht an, allerdings gibt es vergleichsweise hohe Einzahlungsgebühren. Für das Einzahlen von 500 USD zahlen Sie etwa 19,99 Euro.

Mehr Details zur Consorsbank

Alternativen zu Fremdwährungskonten

Wenn Sie in unserem Fremdwährungskontovergleich nichts finden, was Ihren Bedürfnissen entspricht, gibt es natürlich andere Möglichkeiten, um Fremdwährungen indirekt mit in das eigene Portfolio aufzunehmen. Mithilfe von Aktien und ETFs kann man – teils sehr viel weniger risikoreich – ebenfalls in ausländische Unternehmen und somit den ausländischen Markt investieren.

Tipp: Auf unserer Website Sparplan-Vergleich können Sie sich ausführlich und verständlich über einfache und sichere Anlageformen wie etwa Sparpläne informieren.

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