Auch die ING-DiBa erhöht ihre Gebühren

ING erhöht Gebühren und schafft das kostenlose Konto für alle abNeutralität mutual geprüft

Es ist eine schlechte Nachricht für alle, die nach einem kostenlosen Girokonto suchen: Die ING erhöht Gebühren und schafft die kostenlose Kontoführung ab – das gilt allerdings nicht für alle Kunden.

Update:
Direkt die nächsten Gebührenerhöhungen – Ab dem 01.09.2020 kommt es zu weiteren Änderungen im Preis und Leistungsverzeichnis der ING. Folgendes ändert sich für Kunden:
  • Erhöhung der Gebühren beim Zahlen in Fremdwährung von 1,75% auf 1,99% des Kaufbetrages
  • Sollten Automatenbetreiber im Euro-Ausland Gebühren für die Nutzung ihrer Automaten verlangen werden diese nicht mehr, wie bisher, von der ING erstattet
  • Papier Überweisungen, Daueraufträge und Terminüberweisungen sind in Zukunft nur noch bis maximal 50.000€ möglich
  • Beleghafte Überweisungen in Fremdwährungen werden nur noch digital angenommen

  • Wichtig: Die Änderungen werden wirksam, wenn man nicht bis zum Ablauf des 31.08.2020 einen Widerspruch an die ING sendet. Zudem hat man natürlich, ist man mit den Änderungen nicht einverstanden, die Möglichkeit, bis zum 01.09.2020 fristlos und kostenfrei zu kündigen.

Kontoführung gratis, ein Service, der in Deutschland mehr und mehr zur Seltenheit wird. Aufgrund eines steigenden Wettbewerbs, zunehmenden Kostendrucks und einem weiterhin niedrigen Leitzins, haben bereits viele Banken in der Vergangenheit Kontoführungsgebühren eingeführt, oder ihre Konditionen verschlechtert. Beispiele dafür gibt es viele, etwa die DKB, die Volksbank oder die Postbank Anfang des Jahres stiegen die Gebühren mitunter noch einmal deutlich, so zum Beispiel bei der Sparkasse.

Jetzt verabschiedet sich auch Deutschlands größte Direktbank, die ING vom kostenlosen Konto für alle und erhöht die Gebühren – allerdings nicht sofort.

ING Gebühren: Wann und in welcher Höhe fallen Kosten an?

Die Gebührenerhöhung erfolgt verzögert und tritt mit dem 01. Mai 2020 in Kraft. Das Girokonto ist kostenlos, wenn Sie einen Gehaltseingang von mind. 700 € im Kalendermonat haben oder unter 28 Jahre alt sind, sonst kostet das Girokonto 4,90 € pro Monat.

Dies teilte die Direktbank ihren Kunden schriftlich mit.
ING erhöht Gebühren und informiert Kunden
 

Tipp: Sie suchen ein Konto ohne Gehaltseingang? Die besten Girokonten ohne Gehaltseingang haben wir in einem anderen Artikel vorgestellt.

Warum erhöht die ING die Gebühren?

Daraus, wie sich die Kontoführungsgebühren künftig gestalten werden, lässt sich auch ableiten, warum diese überhaupt erst eingeführt werden: Die ING möchte ihre Kunden an sich binden. Wer das Frankfurter Geldinstitut als Hausbank und sein ING-Konto als Gehaltskonto nutzt, für den gelten die Erhöhungen bis auf Weiteres nicht. Anders dürfte es für diejenigen aussehen, die lediglich ein Zweitkonto bei der Bank haben.

Insgesamt werden voraussichtlich 700.000 Kunden von der Gebührenerhöhung der ING betroffen sein. Dies entspricht etwa einem Viertel der Kunden.

Welche Alternativen zur ING bieten sich an?

Angesichts bevorstehender Kosten stellt sich für viele ING-Kunden möglicherweise die Frage nach Alternativen für den Kontowechsel. Hier wäre vor allem das DKB Cash zu nennen, das viele Konditionen zum Nulltarif bietet – darunter auch eine kostenlose Kontoführung plus Kreditkarte. Dass sich an daran alsbald etwas ändert und auch Kunden der DKB mit einer Erhöhung der Gebühren rechnen müssen, ist vorerst nicht zu erwarten.

Eine weitere Alternative bietet das Girokonto der Comdirect. Kontoführung und bspw. das Abheben von Bargeld sind auch hier kostenlos. Mit Spannung erwartet wird hier allerdings die bevorstehende Übernahme durch die Commerzbank. Unklar ist, ob sich durch diese etwas am Gebührenkonzept von Comdirect ändert.

Wer sich an aufkommenden Kontoführungsgebühren per se weniger stört und einfach generell wechselwillig ist, für den könnte auch eine nachhaltige Bank interessant sein. Besonders hervorheben ließe sich hier die Tomorrow Bank, ein noch recht junger Anbieter in diesem Sektor. Tomorrow verbindet eine Ethikbank mit einer mobilen Bank. Das dürfte vor allem für eine junge, umweltbewusste Zielgruppe eine interessante Marktnische sein.

Fazit

Das Thema „ING erhöht Gebühren“, lässt sich wohl so zusammenfassen: Mit der Erhöhung ist die ING keinesfalls allein. Vielmehr folgt man einem – aus Sicht des Kunden natürlich negativen – Trend des Marktes. Die gute Nachricht ist, dass die Masse der Kunden von der Erhöhung bis auf Weiteres verschont bleibt. Für alle anderen lassen sich noch immer Alternativen finden, die nach wie vor auf eine kostenlose Kontoführung setzen, auch wenn diese immer seltener werden.

Bildnachweis: Vielen Dank an ©Croberin Photography/pexels.com

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One thought on “ING erhöht Gebühren und schafft das kostenlose Konto für alle ab

  1. RP1982

    ..man folgt dem Trend des Marktes. Das mag sein, jedoch schwinden so die Vorteile einer Direktbank. Für 4,95€ im Monat, kann ich genauso gut das Direkt GIrokonto bei der hiesigen Sparkasse eröffnen. Natürlich muss ich dort dann die Jahresgebühr für EC- und Visakarte begleichen (zusammen nochmals 40€/Jahr), dafür kann ich aber die Einzahlungsautomaten im nutzen, bekomme OHNE Bedenken an allen Sparkassen Automaten Bargeld ausgezahlt (was ja mit der ING Visa immer schlimmer wird), kann im Notfall den Berater vor Ort aufsuchen und habe eine „echte“ Kreditkarte. Ob der Schuss für die ING damit nicht nach hinten losgeht wird sich noch zeigen. Ich bin jedenfalls weg.

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