N26 Gebühren

N26 erhöht Gebühren – Vieles wird teurerNeutralität mutual geprüft

Nachdem die kosten bei Filialbanken bereits seit einer ganzen Weile steigen, trifft es jetzt zunehmend auch die Kunden von Direktbanken. Auch N26 erhöht die Gebühren für Konten und verschiedene Dienste.

Ab dem 10. Mai 2020 wird es laut dem neuen Preis- und Leistungsverzeichnis der Bank für Kunden von N26 deutlich teurer. Direkt an mehreren Stellen schraubt die Bank die Preise hoch und folgt damit dem Trend, der sich bereits seit Monaten bei Filialbanken wie den Volks– und Sparkassen abzeichnet.

Update: „Bei N26 wird es auch in Zukunft keine Minuszinsen geben, trotz Niedrigzinsumfeld der #EZB #Sparkassen“, verspricht der Gründer der Neobank Valentin Stalf noch vor einem Jahr. Leider scheint er dieses Versprechen vergessen zu haben.

Wie andere Banken auch, scheint N26 jetzt zu versuchen, die Negativzinsen der EZB auf Geldeinlagen auszugleichen.

Für Neukunden fallen ab einem Kontostand von 50.000 Euro im Jahr 0,5% Gebühren auf das Ersparte an. Damit liegt das Unternehmen sogar unter der aktuell üblichen Summe von 100.000 Euro.

Knapp 130 Geldinstitute in Deutschland verlangen mittlerweile Strafzinsen von ihren Kunden.

Gebührenerhöhungen verschiedener Dienstleistungen

Wie gesagt sind es diverse Gebühren, die bei N26 erhöht oder neu eingeführt werden. Wir haben die relevantesten zusammengestellt.

Bargeldabhebungen werden teurer

Eine Leistung, die teurer bzw. in ihrem Umfang reduziert wird ist die Anzahl der kostenlosen Abhebungen. Bislang konnten Kunden unter 26 Jahren fünf Abhebungen pro Monat kostenlos durchführen. Unserer Ansicht nach eine ausreichende Anzahl, wenn man zumindest ein wenig vorausplant.

Jetzt wurde die Anzahl der Gratis Abhebungen auf drei pro Monat reduziert, danach fallen Gebühren von 2 Euro pro Abhebung an. Will man diese Kosten umgehen muss man also mit drei Abhebungen über den gesamten Monat kommen, damit ist es fast unmöglich, aus irgendwelchen Gründen mal spontan Geld abzuheben.

Geld einzahlen wird teurer

Nicht nur das Abheben, sondern auch Einzahlungen von Bargeld werden teurer. Während Kunden bisher in vielen Partnereschäften von „Cash26“ wie etwa Penny oder Rewe bis zu 100 Euro im Monat ohne Gebühren einzahlen konnten, werden jetzt bereits ab dem ersten Cent Gebühren in Höhe von 1,5 Prozent berechnet.

Bargeldabhebungen hingegen bleiben bei den besagten Cash26 Supermärkten kostenlos.

Gebühren für Glücksspiel

Zusätzlich führt N26 eine komplett neue Gebühr ein – für Glücksspiel. Wer etwa mit seiner Mastercard Lottoscheine oder Sportwetten bezahlt, muss ganze drei Prozent des Betrages an die Bank zahlen.

Nachbestellung von Kreditkarten

Ein weiterer Kostenfaktor ist die Erhöhung der Gebühr für eine Ersatzkarte bei Verlust. Bisher kostete dies 6 Euro, jetzt schlägt eine neue Karte mit 10 Euro zu Buche. Gleichzeitig steigen auch die Kosten für einen Expressversand der Karte von 19 auf 30 Euro. Nutz man das Premium Kontomodell und die Metal Karte kostet der Schnellversand der Ersatzkarte jetzt sogar 65 Euro.

Kontoführungsgebühren

Hier bleibt sich N26 bislang treu – das Konto bleibt an sich kostenlos, kommt also weiterhin ohne regelmäßige Kontoführungsgebühren aus. Die Frage ist natürlich nur, wie lange das noch so bleibt.

Vergangene Probleme

Leider muss man sagen, dass N26 seit geraumer Zeit für relativ viel schlechte Presse sorgt. Die Bank steht zum Beispiel schon länger für einen unzureichenden Kundenservice aufgrund von zu wenigen Mitarbeitern in der Kritik. Und auch der Datenschutz und die allgemeine Sicherheit bei N26 haben schon einige Probleme gemacht.

So gab es in der Vergangenheit viele Berichte darüber, dass Konten des Anbieters für Illegale Geschäfte genutzt werden, da sich das Identifikationsverfahren für eine Kontoeröffnung sehr einfach austricksen lässt.

Große Änderungen oder Verbesserungen hat es diesbezüglich bisher nicht gegeben und da man sich einfach mit der Behauptung rechtfertigt, das Identifikationsverfahren sei – trotz vieler Beweise die dem widersprechen – fälschungssicher, werden wohl in nächster Zeit auch keine Änderungen vorgenommen.

Tipp: Wer jetzt über den Wechsel zu einem anderen Anbieter nachdenkt, sollte unseren Girokonto Vergleich als Hilfe nehmen – Hier können Sie direkt sehen, welche Bank am besten zu Ihnen passt.


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Bildquelle: Danke für das Bild an Foundry@Pixabay

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