Onlinebanking

Onlinebanking – Die digitale Transformation

Das Onlinebanking ist aus der modernen Finanzwelt nicht mehr weg zu denken. Immer mehr Menschen nutzen es und erkennen die Vorteile einer ständigen Verfügbarkeit des privaten Kontos. Ob Überweisung, Einrichtung eines Dauerauftrages oder auch nur Check der aktuellen Lage auf dem Girokonto – heute lässt sich das alles nicht nur vom Computer, sondern sogar vom Handy aus erledigen.

Digitale Transformation

Der Begriff, den man sich für dieses Phänomen ausgedacht hat, ist der der digitalen Transformation. Digitale Transformation oder Digital Transformation hört man heute im Bankingbereich überall.

Er beschreibt, wie in unserer Welt und gerade im Banking Sektor immer mehr Prozesse, die einmal analog funktioniert haben, in die digitale Welt übergesiedelt werden. Vom ausgedruckten Kontoauszug zur PDF, von der Beantragung eines Kredits in der Filiale zum Video-Identifikationsverfahren. Das Onlinebanking weitetet sich in allen Bereichen aus.

Einer der stärksten Indikatoren für diese Veränderung ist mit Sicherheit das Verschwinden von immer mehr Bankfilialen.

Direct Banking und das Filialsterben

Bereits seit den frühen 2000er Jahren schrumpft das Filialnetz von Postbank, Sparkasse und Co. langsam aber sicher immer weiter zusammen. Mehr und mehr Menschen nutzen das Internet für ihre Geschäfte und es lohnt sich für die Banken immer seltener, die Filialen zu betreiben. Während zum Beispiel die deutsche Bundesbank 2004 noch 45.000 Filialen in Betrieb hatte, waren es 2014 bereits nur noch 35.000.

Filialnetz Sparkasse OnlineBanking

Viele sagen, dass diese Handlungen bereits zu spät kommen und dass sich gerade die großen Filialbanken viel zu lang gegenüber Onlinebanking und dem veränderten Nutzerverhalten gesperrt haben. Heute kann man das besonders gut sehen, wenn man einmal die Smartphone Apps von der Commerzbank und dann von einem Unternehmen wie 1822 Direkt vergleicht.

Die Qualitätsunterschiede sind deutlich und 1822 Direkt, ein Unternehmen, dass sich von Anfang an ganz auf das Direct Banking konzentriert hat, hat was Qualität und Nutzerfreundlichkeit angeht einen meilenweiten Vorsprung. Ein paar altehrwürdige Institute haben es allerdings mittlerweile auch wieder geschafft, in diesem Sektor ein Stück weit aufzuholen.

Die drei besten Online Banking Apps

1822 Direkt: Die Banking App von 1822 Direkt ist nicht nur übersichtlich und reich an Funktionen, sie lässt sogar die Verwaltung anderer deutscher Banken zu. Wer also ein Konto bei 1822 Direkt und ein weiteres bei der Sparkasse hat, braucht sich nicht unbedingt zwei Anwendungen auf dem Handy zu installieren. Die App zeigt Kreditkartenumsätze, erstellt Grafiken zur persönlichen Finanzsituation und kann auch sonst alle Aufgaben ausführen, die in der digitalen Kontoverwaltung anfallen.

Comdirect: Die App von Comdirect glänzt vor allem durch das Anzeigen zusätzlicher Daten. So können in der Applikation auch Aktienkurse, Fonds etc. angezeigt werden. Auch eine Suchfunktion für den nächsten Geldautomaten ist enthalten.

Sparkasse+: Eine äußerst gute App kommt tatsächlich von einer der alteingesessenen Filialbanken. Während die Sparkasse auch eine Standard-Variante ihrer App bietet, die man nur als Kunde nutzen kann, steht die kostenpflichtige „Plus“ Version der App für jeden zur Verfügung. Die App kann auf Konten von unterschiedlichen Anbietern zugreifen, ist übersichtlich gestaltet und einfach zu bedienen. Eine besondere Funktion ist auch der sogenannte „Kontowecker“, der einen bei jeder Kontobewegung benachrichtigen kann.

Bald kein Bargeld mehr? Der nächste Schritt der digitalen Transformation

Viele Experten sind der Meinung, dass die Digitalisierung des Geldes keineswegs bei Banking Apps und Online Überweisungen endet. So scheint das Bargeld immer mehr Staaten ein Dorn im Auge zu sein, was man unter anderem darauf zurückführen kann, dass Bargeld gewissermaßen außerhalb der Kontrollmöglichkeiten von Banken und anderen Instituten liegen.

Die Abschaffung des 500 Euro Scheines ist in der EU schon beschlossene Sache – womit das Einlagern großer Geldmengen bereits ein wenig schwieriger wird – in Indien wurden Ende 2016 fast 80% aller im Umlauf befindlichen Geldscheine für ungültig erklärt.

Manch einer vermutet, dass der zunehmenden Erhebung von Gebühren auf Girokonten irgendwann Negativzinsen folgen könnten. Zumindest wäre das eine Möglichkeit für die Banken, die Negativzinsen auszugleichen, die sie bei der Europäischen Zentralbank für dort geparktes Geld zahlen müssen. Verbindet man diesen Gedanken mit der Abschaffung des Bargelds, würde somit die letzte Möglichkeit wegfallen, den besagten Negativzinsen zu entkommen.

Natürlich ist es auch der Konsument selbst, bei dem das Bargeld an Bedeutung verloren hat. Online Shopping ist beliebt wie nie und in vielen Fällen ist es natürlich bequemer. Selbst der Einkauf von Lebensmitteln über das Internet wächst stetig und so werden Bargeldzahlungen im Verhältnis immer weniger, während der Umsatz durch bargeldlose Bezahlverfahren jedes Jahr steigt.

Entwicklung Online Banking Bargeld
Quelle: Deutsche Bundesbank

Fazit Onlinebanking

Inwieweit das Bargeld tatsächlich verschwindet und die täglichen Bankgeschäfte sich komplett zum Onlinebanking verlagern, ist bisher schwer abzusehen. Allerdings weist alles darauf hin, dass die digitale Transformation noch lange nicht am Ende ist und wir uns mittelfristig auf den Umgang mit digitaler Währung und den Verlust des guten, alten Bankschalters umstellen müssen.

Eine Empfehlung von uns ist derzeit das Girokonto der DKB: hier existieren zwar einige Filialen, hauptsächlich handelt es sich aber um eine Internetbank, die Direct Banking anbietet. Die eingesparten werden allerdings in Form eines wirklich günstigen Girokontos mit vielen Gratisdiensten an den Kunden weitergegeben.


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Redakteur: Stephan Gert

Bildquelle: Vielen Dank an Geralt und OpenClipart-Vectors für das Bild (www.pixabay.de)

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