Sparda Bank erhöht Gebühren

Sparda Bank Gebühren – Ende des kostenlosen GirokontosNeutralität mutual geprüft

Erst die Postbank, dann Sparkasse und Volksbank und nun die Sparda Bank. Als erstes Institut der Gruppe schafft die Sparda Bank Berlin ihr kostenloses Girokonto ab und tritt so in die Reihe der sich häufenden Banken ein, die die Gebühren anziehen.

Was ist passiert?

  • Das Girokonto der Sparda Bank ist schon vor geraumer Zeit teurer geworden. Zunächst wurde die pauschale Kontoführungsgebühr auf zwischen 1,50 und 5 Euro im Monat angehoben. Darüber hinaus werden Überweisungen in Papierform stetig teurer.
  • Wie bei Sparkasse, Volksbank wird auch von der Sparda Bank als Grund für die Gebührenerhöhungen die andauernde Niedrigzinspolitik der EZB angegeben.
  • Durch ein Urteil des Bundesgerichtshofes sind viele Gebühren, die die Banken in den letzten Monaten und Jahren eingeführt haben in Frage gestellt worden. Wenn Sie persönlich von Gebührenerhöhungen betroffen sind, könnte jetzt die Gelegenheit sein, Geld zurück zu fordern. Denn leider hat die Vergangenheit gezeigt, dass Banken keinesfalls dazu tendieren, Rückerstattungen von selbst vorzunehmen.
  • Die Sparda Bank stellte die Kunden außerdem vor ein fragwürdiges Ultimatum: Entweder verzichten Kunden auf die Rückerstattung der seit einem Jahr erhobenen Gebühren und zahlen weiter 5 Euro im Monat oder sie bekommen das Geld zurück, zahlen anschließend aber 7,50 Euro im Monat. Die dritte Option, wenn man keines von beiden akzeptiert ist, dass man die Gebühren zwar zurückbekommt, allerdings wir auch das Konto gekündigt.
  • Zuletzt gab es einen großen Erfolg für Kunden und Sparer bei der Sparda Bank Berlin. Das Berliner Landgericht erklärte die Erhebung von Minuszinsen auf Girokonten und Tagesgeldkonten für unzulässig. Bereits gezahlte Zinsen sollen auch ohne Aufforderung der Kunden zurückgezahlt werden.

Was können Sie tun?

    1. Rückerstattung anfordern & teures Konto behalten

  • Sie müssen seit 2018 einen Brief Ihrer Bank erhalten haben, der eine Formulierung in dieser Richtung enthält: „Wir haben unsere allgemeinen Geschäftsbedingungen geändert. Sollten wir nichts von Ihnen hören, gilt Ihre Zustimmung als erteilt.“ Genau darum geht es im Urteil des BGH – Schweigen darf nicht als Zustimmung gewertet werden.
  • Wenn Ihre Bank in den letzten Jahren erstmal Gebühren eingeführt und diese „Klausel“ genutzt, muss sie die Gebühren Rückwirkend bis zum 1. Januar 2018 erstatten. Alles, was weiter zurückliegt, gilt als verjährt.
  • Die Stiftung Warentest bietet einen Musterbrief (Klicken für Download) für die Rückforderungen an.
  • 2. Konto wechseln zu einer günstigeren Bank

  • Um die Gebühren der Sparda Bank komplett zu umgehen, sollten Sie das Girokonto wechseln. Unser Team hat einen einzigartigen Girokonto Vergleich zusammengestellt, der Ihnen bei der Auswahl hilft.
  • Das aktuell günstigste Konto mit den besten Konditionen bei einer Filialbank bietet das Commerzbank Girokonto.
  • Braucht es keine Filiale, dann empfehlen wir Ihnen das Girokonto der comdirect, statt der Sparda Bank.

Update 17.11.2021 – Landesgericht erklärt Negativzinsen für unzulässig

Das Landesgericht Berlin hat entschieden, dass die von der Sparda Bank Berlin erhobenen Negativzinsen auf Girokonten und Tagesgeldkonten unzulässig sind. Die bereits gezahlten Zinsen müssen nun von der Bank, auch ohne Nachfrage durch die Kunden, an diese zurücküberwiesen werden. Dabei hat das Gericht zwei Hauptargumente:

1. Ein Verwahrentgelt für Girokonten oder Tagesgeldkonten widerspricht laut Gericht den gesetzlichen Leitlinien. Die „Verwahrung“ des Geldes sei keine Sonderleistung, für die die Bank Gebühren nehmen könne. Ein Girokonto könne schließlich ohne besagte „Verwahrung“ des Geldes überhaupt nicht betrieben werden.

2. Außerdem sei die Bank laut Darlehensrecht als Darlehensnehmer beim Kunden zu Zinszahlungen verpflichtet. Die Zinsen können zwar auf Null sinken aber niemals ins Minus rutschen.

Die Gerichtsverhandlung wurde durch eine Klage der Verbraucherzentrale angestoßen und es bleibt jetzt abzuwarten, ob dieser Fall ein Präzedenzfall wird und ob weitere Banken die bislang eingesteckten Negativzinsen wieder an die Kunden zurückgeben müssen.

Update 01.11.2021 – Sparda Bank stellt Kunden Ultimatum

Wie so viele Bankhäuser hat die Sparda Bank seit über einem Jahr Gebühren erhoben, ohne die Kunden – wie ein Urteil des Bundesgerichtshofes bestätigte – ausreichend darüber zu informieren.

Nachdem nun viele Kunden der verschiedenen Banken ihr Geld für die unrechtmäßig erhobenen Gebühren zurückfordern reagiert die Sparda Bank mit einem Ultimatum an die Kunden.

In einem Brief an die Kunden gibt die Bank drei Optionen vor:

  • Sie verzichten auf die Rückerstattung der Gebühren und zahlen vorerst weiter 5 Euro Monatlich für Ihr Girokonto
  • Sie lassen sich die Gebühren erstatten, dafür kostet Ihr Konto zukünftig 7,50 Euro im Monat
  • Sie nehmen keine der beiden Optionen an, bekommen die Gebühren erstattet und Ihr Konto wird gekündigt.

  • Auf diese recht aggressive Vorgehensweise folgt jetzt auch direkt eine Klage der Verbraucherzentrale. Sie bezeichnet das Vorgehen als „unlauteren Wettbewerb“.

    Update 26.06.2020 – Sparda Bank Baden Württemberg erhöht Gebühren

    Ab dem 01.09.2020 müssen auch Kunden der Sparda Bank in Baden Württemberg mit höheren Gebühren rechnen. Das bislang kostenlose Girokonto schlägt dann direkt mal mit ganzen 5 Euro im Monat zu Buche.

    Ein weiterer Schritt, um Geld zu sparen, ist der Abbau der Kontoauszug-Drucker, welche in den nächsten Monaten und Jahren nach und nach verschwinden sollen.

    Update 02.01.2020 – Sparda Bank München erhöht massiv Gebühren

    Auch die Sparda Bank München verabschiedet sich im neuen Jahr vom kostenlosen Girokonto – wie immer in den letzten Jahren wird die Niedrigzinspolitik der EZB verantwortlich gemacht. Konkret betreffen die Änderungen das Girokonto Online sowie das Girokonto Klassik. Das Online Konto kostet in Zukunft 1,90 Euro im Monat, das Klassik Konto sogar 4,90 Euro. Kostenlos bleibt einzig das „Start Konto“ für junge Menschen.

    Zudem werden auch beleghafte Überweisungen bzw. Überweisungen in Papierform teurer. Diese kosten in Zukunft 1,50 Euro pro Überweisung. Ausgenommen sind nur Inhaber vom Girokonto Klassik.

    Alternativen – Unsere Empfehlungen:

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    Wenn Sie den Wechsel zu einer Direktbank in Betracht ziehen, empfehlen wir das Comdirect Girokonto. Durch die guten Konditionen belegt dieses seit geraumer Zeit den ersten Platz bei unserem Girokonto Vergleich.

    Update 18.10.2019 – Sparda Bank Ostbayern Gebühren

    Wie bei so vielen anderen Geldhäusern wird auch bei der Sparda Bank das kostenlose Girokonto zunehmend zu einer bedrohten Spezies. Die Sparda Bank Ostbayern betreut insgesamt etwa 130.000 Kunden und ab Januar 2020 zahlen diese – statt wie bisher nichts – 2,95 Euro im Monat für ihre Girokonten.

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    Update 18.04.2018 – Sparda Bank West Gebühren

    Zum 1. Juli führt nach der Sparda Bank Berlin und der Sparda Bank Münster nun auch die Sparda Bank West Gebühren für die ehemals kostenlosen Girokonten ein.

    Wie bei vielen anderen Banken auch, nennt die Sparda Bank den Vorgang lieber „Einführung neuer Kontomodelle“, statt einfach „Gebührenerhöhungen“. Dies Betrifft bisher vor allem das Standardkonto „Sparda-Giro Flex“, welches bisher gratis war, jetzt allerdings 2,50 Euro pro Monat kosten wird – vorausgesetzt man zahlt monatlich Geld ein, wie etwa Rente oder Lohn. Ansonsten kostet das Konto sogar 5 Euro im Monat.

    Gleichzeitig wird auch die Jährliche Gebühre für die Girocard auf 12 Euro erhöht, womit man also theoretisch einfach einen Euro auf die Monatsgebühren drauf rechnen kann.

    Im Vergleich zu anderen Filialbanken sind die Änderungen bei der Sparda Bank noch zurückhaltend, man kann nur hoffen, dass das weiterhin der Fall bleibt.

    Landgericht Stuttgart gegen die Sparda Bank

    Es ist ein kleiner Erfolg für die Verbraucherseite in einer Zeit, wo Banken an allen Ecken und Enden die Gebühren steigern. Der Sparda Bank Bade Württemberg wurde nun Untersagt, mit einem „Kostenlosen Girokonto“ zu werben, da das Landesgericht dies als irreführend eingestuft hat.

    Zwar handelt es sich bei dem Konto tatsächlich um eines ohne Grundgebühren, seit 2017 ist es allerdings so, dass für die Girocard – die ja nun einmal unumgänglich ist – eine Gebühr von 10 Euro im Jahr anfällt. Diese kann man nur zurück bekommen, wenn man mit dem Konto im Jahr mindestens 100 bargeldlose Umsätze verbucht. Das mag nicht sonderlich schlimm klingen, kostenlos ist das Girokonto dadurch aber auf jeden Fall nicht.

    Viel interessanter als das Urteil selbst könnten die Folgen dieses Präzedenzfalles sein. So lässt sich nämlich die Frage stellen, wo man die Grenze zieht zwischen Gebühren, die man wirklich freiwillig auf sich nimmt und denen, die man kaum umgehen kann. Eine optionale Kreditkarte mit Jahresgebühr etwa muss man natürlich nicht beantragen. Aber kann man zum Beispiel ein Girokonto kostenlos nennen, wenn nur 3 Bargeldabhebungen im Monat kostenfrei sind?

    Wir sind auf jeden Fall gespannt, ob diesem Urteil weitere Klagen und Auseinandersetzungen mit Banken folgen.

    Klage gegen Sparda Bank Berlin

    Die Verbraucherzentrale Sachsen hat 2017 gegen die Sparda Bank Berlin geklagt. Gegenstand der Klage waren Gebührenerhöhungen 2016 und in den letzten Monaten, über die Kunden nach Ansicht der Verbraucherzentrale nicht hinreichend informiert wurden.
    Im Fokus standen dabei vor kurzem eingeführte Gebühren für das Abheben von Bargeld an institutseigenen Geldautomaten. Nähere Informationen wird es im schriftlichen Urteil kommende Woche geben.

    Bereits 2016 hatte die Sparda Bank die Gebühren für das Abheben mit der Kreditkarte am Automaten verdoppelt auf 2% des Umsatzes und mindestens 5 Euro. Dass durch diese Erhöhung eine fristlose Kündigung möglich wurde, hat die Bank ihren Kunden aber nur unzureichend mitgeteilt. Insgesamt gibt es mittlerweile etwa 40 Sparkassen und ungefähr 150 Volksbanken in Deutschland, die von ihren Kunden Gebühren für das Abheben von Bargeld verlangen.

    Sparda Bank Berlin: nur eine unter vielen

    Durch das Zinstief treffen immer mehr Banken die Entscheidung, die fehlenden Einnahmen als Gebühren an den Kunden weiter zu geben. Den Trend begonnen hatte die Postbank, dem folgten Sparkasse und Volksbank. Sieht man sich die Entwicklung bei diesen Instituten an, liegt die Vermutung nahe, dass auch die Sparda Bank Berlin Gebühren nur als erste der Gruppe erhöht und möglicherweise andere nachziehen.

    Sparda Bank Berlin Gebühren

    Die Sparda Banken waren tatsächlich immer für ihre günstigen Konditionen bekannt, was man etwa daran sehen konnte, dass sie häufig die ersten Plätze belegten, wenn es zum Beispiel um Kundenzufriedenheit oder Preis-Leistungsverhältnisse ging.

    Leider scheint es hier jetzt aber zu einer Veränderung zu kommen, zumindest legt das die Umstrukturierung bei der Sparda Bank Berlin nahe. Ab Oktober 2017 soll das kostenlose Girokonto hier der Vergangenheit angehören, dadurch dass die Sparda Bank Berlin Gebühren anzieht.

    Je nach Leistungsumfang sollen die Konten dann, je nach gebotenem Leistungsumfang, zwischen 1,50 und 3,90 Euro im Monat kosten. Das sogenannte „andere Girokonto“, dass auch Nicht-Genossenschaftsmitgliedern offen steht, kostet sogar 11,90 Euro im Monat.

    Wer übrigens darüber nachdenkt, sich nach einem Konto umzusehen, welches noch kostenlos ist, kann dafür unseren neutralen, ausführlichen Girokonto Vergleich nutzen:
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    Werden andere Institute der Sparda Bank folgen?

    Einiges spricht dafür. Zunächst einmal wird sich die Lage der Banken einfach für eine Weile nicht verbessern. Ein Ende der Niedrigzinspolitik steht nicht in Aussicht.

    Hinzu kommt, dass der Dachverband der Sparda Bank sich öffentlich verständnisvoll für die Entscheidung zeigt, dass die Sparda Bank Berlin Gebühren erhebt und das Institut keinesfalls kritisiert. Jede Bank müsse selbst entscheiden, wie sie am besten vorgehe.

    Somit hat der Dachverband prinzipiell seine „Erlaubnis“ in Bezug auf Gebührenerhöhungen öffentlich gemacht, wodurch die Hemmschwelle auch für die anderen Institute gesunken ist.

    Konto für junge Leute bleibt kostenlos und Ausnahmen

    Zumindest beim Kontomodell für junge Menschen zwischen 10 und 26 Jahren bleibt das Konto bei der Sparda Bank Berlin übrigens Gebührenfrei.
    Außerdem gibt es eine weitere positive Nachricht. Und zwar hat sich die Sparda Bank Baden-Württemberg bereits gegen Gebühren entschieden, wie es scheint. Sie bedient mittlerweile auch Kunden aus anderen Bundesländern und verkündete öffentlich: „Das gebührenfreie Konto bleibt weiterhin fester Bestandteil des Geschäftsmodells.“

    Sparda Bank Gebühren umgehen?

    Die Sparda Bank ist eine Genossenschaftsbank so wie etwa ein Drittel aller Filialbanken in Deutschland. Eine Genossenschaftsbank setzt sich für ihre Mitglieder ein und verspricht ihren Mitgliedern eine Beteiligung am Gewinn des Unternehmens. Bei der Sparda Bank können Sie bis zu 30 Anteile zeichnen, wenn Sie Kunde sind. Auf diese Anteile erhalten Sie derzeit 3% Zinsen. Darüber hinaus sparen Sie sich als Mitglied (laut Sparda Bank) die Kontoführungsgebühr. Als Mitglied bei der Sparda Bank werden somit deutlich weniger Gebühren erhoben, was einen zweiten Blick wert sein kann.

    Wieso steigen die Preise der Girokonten?

    Bekanntermaßen befinden wir uns in einer Niedrigzinsphase, da die Europäische Zentralbank (EZB) einen Leitzins von 0,00% ausgibt.
    Negativzinsen Sparda Bank Berlin Gebühren
    Banken müssen für Einlagen bei der EZB sogar Strafzinsen in Höhe von 0,4% zahlen. Während also früher diese Einlagen bei der EZB Geld gebracht haben, kosten sie heute hohe Summen. Dadurch können Banken mit den Einlagen von Kunden kein Geld mehr verdienen.

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    Bildquelle: Vielen Dank an 127071 für das Bild (127071/www.pixabay.de)
    Redakteur: Stephan Gert

32 Gedanken zu “Sparda Bank Gebühren – Ende des kostenlosen Girokontos

  1. Andreas Berger

    Heute bekam ich Post von der Sparda Bank West.Ab dem 1.April 2022 wird für Bestandskunden 3 € pro Monat fällig für ein Online Konto.

    Antworten

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