Tagesgeldzinsen Tagesgeld Vergleich

Tagesgeldzinsen und Tagesgeld Vergleich – Wo lohnt sich das Anlegen noch?

Das Tagesgeldkonto und Tagesgeldzinsen waren mal eine sichere und trotzdem Lukrative Form der Geldanlage. Durch die beständige Senkung der Zinsen in den letzten Jahren hat sich das geändert. Wie kam es zu dieser Veränderung und wo lohnt sich das Anlegen noch?

Das Problem der niedrigen Tagesgeldzinsen

Seit einigen Jahren geht es mit den Tagesgeldzinsen stetig bergab. Für Sparer bedeutet das, dass sich die sicheren Anlagemöglichkeiten wie ein klassisches Sparbuch kaum noch rentiert. Risikoreichere Anlagemöglichkeiten, zum Beispiel in Aktien, sind damit für viele Alternativlos geworden. Währender der Zinssatz für Tagesgeld 2008 zumindest noch bei etwa 2% lag, geben selbst die größten Kreditinstitute heute nur noch 1% Tageszinsen auf die Ersparnisse ihrer Kunden.

Und selbst dieser geringe Zinssatz wird oft nur zeitweise garantiert, um Kunden zu gewinnen. Spätestens nach sechs Monaten wird der Zinssatz üblicherweise variabel und fällt damit noch weiter ab. Wenn man noch in dieser Form anlegen will, sollte man Zeit in einen Tagesgeld Vergleich investieren.

Tagesgeldzinsen Entwicklung
Quelle: Deutsche Bundesbank

Effektiv ist es sogar so, dass man bei den niedrigen Tagesgeldzinsen mit dem Tagesgeldkonto oder Sparbuch sogar Geld verlieren kann. Obwohl die Inflation – also der Wertverfall des Geldes – im Moment nicht besonders hoch ist, übersteigt er doch die üblichen Zinsen. Das bedeutet, dass der Wert des Geldes auf dem Konto sich etwa durch 1% Tageszinsen langsamer vermehrt, als das Geld insgesamt an Wert verliert. Auch liegen die allgemeinen Preissteigerungsraten prozentual über den üblichen Tagesgeldzinsen.

Der Leitzins der Europäischen Zentralbank

Die Wurzel des Problems liegt unter anderem bei der Europäischen Zentralbank. Diese will vielmehr, dass Kunden Kredite aufnehmen anstatt ihr Geld zu sparen. So soll die Kaufkraft gesteigert und damit die Wirtschaft angekurbelt werden. Um dies zu erreichen, müssen Banken Strafzinsen von zurzeit 0,3% zahlen, wenn sie Geld bei der EZB lagern.

Umso mehr Geld von Kunden sie also bei der EZB parken müssen, desto höher werden die Kosten. Dementsprechend macht es für die Banken nicht viel Sinn, die Kunden zum Geld anlegen zu animieren. Die Banken können heute sehr viel leichter Geld mit Kredit- als mit Zinsgeschäften verdienen.

Tagesgeldzinsen EZB

Das liegt auch an dem seit einer Weile sehr niedrigen Leitzins der EZB. Der Leitzins bestimmt, wie teuer es für Banken ist, Geld von der EZB zu bekommen. Auch die Zinsen für ein Sparbuch orientieren sich am Leitzins. Für die Bankinstitute ist es zurzeit sehr günstig, große Geldmengen von der Zentralbank zu beschaffen, wodurch wiederum Kreditgeschäfte, also das kurzfristige „leihen“ von Geld an Bankkunden, das die Bank dann mit Zinsen zurückbekommt, zu einer besseren Möglichkeit werden als sinnvolle Anlagemöglichkeiten zu schaffen.

Aktuelle Tagesgeldzinsen bei Banken

Aber wie sieht es eigentlich aktuelle mit den Tagesgeldzinsen bei den unterschiedlichen Instituten aus? Tatsächlich geben einige Banken praktisch gar keine Zinsen mehr auf kurzfristige Geldanlagen, wie zum Beispiel die Commerzbank. Und bei vielen anderen Banken liegt der Zinssatz der Tageszinsen irgendwo zwischen 0,01% und 0,05%, was bei Anlagen, die sich nicht gerade im Millionenbereich abspielen, fast nichts ist.

Und an dieser Stelle, also bei sehr hohen Anlagen über 100.000 Euro, ziehen fast alle Banken eine zusätzliche Grenze. So gibt es bei der ING-DiBa zunächst zumindest variable Zinsen, die momentan zumindest bei 0,35% liegen, sobald die Anlage aber 100.000 Euro übersteigt, fällt der Zinssatz dauerhaft auf 0,05%. Das Tagesgeldkonto mancher Sparkassen gibt ab dieser Summe oft sogar überhaupt keine Zinsen mehr.

Somit entfällt auch die Möglichkeit, möglichst hohe Anlagesummen an einer Stelle zu bündeln, um die niedrigen Zinsen zumindest bestmöglich auszunutzen. Was heute eher von Finanzexperten empfohlen wird, ist das weiträumige Verteilen des Ersparten.

Wie kann man noch sinnvoll anlegen?

Eine Verteilung des eigenen Vermögens auf verschiedene Anlagemöglichkeiten kann einen gewissen Schutz gegen fallende Zinsen und Inflation bieten. Wenn man also die Möglichkeit hat, sollte man nicht ausschließlich auf ein Tagesgeld, Sparbuch etc., sondern zusätzlich auch auf ein Festgeldkonto bauen. Je nach individueller Risikobereitschaft bieten sich auch weitere Anlagen in Aktien oder der Kauf von Immobilien- und Investmentfonds an. Bevor man hier zuschlägt, sollte man sich aber auf jeden Fall von einem Experten beraten lassen. Und selbst dann bleibt immer ein Restrisiko. Leider sind die sichersten Anlagemöglichkeiten heute einfach nicht mehr ausreichend, wenn man wirklich sein Geld vermehren möchte.

Tagesgeldzinsen Tagesgeld Vergleich

Eine gute Möglichkeit, noch die besten Konten für Tagesgeldzinsen zu finden, ist unser Tagesgeld Vergleich. Hier haben wir recherchiert, wo es welche Zinsen gibt und uns auch die vertraglichen Details angesehen in Bezug auf Zinsgarantie und andere Konditionen. Wer also nicht selbst ewig recherchieren und mehrere Seiten Lange Preis- und Leistungsverzeichnisse unterschiedlicher Banken studieren will, wird hier fündig.

Redakteur: Stephan Gert

Bildquelle: Vielen Dank an USA-Reiseblogger für das Bild (USA-Reiseblogger/www.pixabay.de)

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