Volksbank erhöht Gebühren

Volksbank erhöht Gebühren: Geldabheben verursacht Kosten

Fast 40% teurer: Nach Postbank und Sparkasse zieht jetzt auch die Volksbank Raiffeisenbank nach und sucht sich neue Stellschrauben, um von ihren Kunden mehr Gebühren zu bekommen. Wie schon die Sparkasse erhöht die Volksbank ihre Gebühren dadurch, dass demnächst Kosten für das Abheben von Bargeld veranschlagt werden.

Aktuelles Update: Gebühren für Kartenzahlung

Grade während der aktuellen Situation nutzen viele Menschen das kontaktlose Bezahlen und zahlen allgemein viel per Karte statt mit Bargeld.

Dabei ist vielen gar nicht bewusst, dass dieser Service oft nicht Gratis ist und es scheint, als würden die Volksbanken diese Gebühren oft sogar gar nicht ausweisen. Nur durch direkte Nachfrage oder über das Preis und Leistungsverzeichnis wird man über diese informiert. Dabei können hier im Laufe des Jahres hunderte Euro an zusätzlichen Kosten zusammenkommen. Die Gebühren pro Zahlung können dabei bis zu 70 Cent betragen und treten vor allem bei den günstigeren Girokonto Modellen auf.

Nach Recherchen von Verbraucherportalen verlangen aktuell 214 von 440 Volksbanken in Deutschland auf das Bezahlen per Girocard. Im Durchschnitt liegt der Preis bei 0,33 Cent. Auch recht große Institute, etwa die Volksbank Rhein-Ruhr, verlangen pro Transaktion 50 Cent vom Kunden.

Wichtige Hinweise zur aktuellen Situation:

In vielen Teilen Deutschlands haben sich Volksbanken und Kreissparkassen zusammengetan und veranlasst, dass ab sofort an den Geldautomaten des jeweils anderen Instituts auch als “Fremdkunde” gebührenfrei Geld abgehoben werden kann.

Somit sollen Menschen für das Abheben von Bargeld einen möglichst kurzen Weg auf sich nehmen müssen, was bei der Eindämmung der Corona Pandemie helfen soll.

Wir informieren hier darüber, welche Volksbanken sich diesem Vorgehen bereits angeschlossen haben. Bisher wurden Gebühren für das Abheben bei Fremdinstituten in folgenden Teilen Deutschlands ausgesetzt:

  • Mainz
  • Marbach
  • Bad-Kreuznach
  • Rhein Nahe

  • Filialschließungen:

    Kunden müssen sich darauf einschließen, dass bis auf weiteres viele Filialen der Volksbank geschlossen bleiben. So soll eine Verbreitung des Virus durch Kontakt zwischen Mitarbeitern und Kunden verhindern.

    Die Geldautomaten in den Räumlichkeiten der Volksbanken bleiben dabei natürlich trotzdem weiter zugänglich.

    Die wichtigsten Fakten im Überblick

    • Von 1000 Volksbanken in Deutschland zahlt man bei mittlerweile über 150 Gebühren für das Geld Abheben
    • In vielen Fällen gibt es ein Kontingent an gratis Abhebungen, bevor Gebühre anfallen
    • Geld am Schalter Abheben kann bis zu 2€ kosten
    • In manchen Fällen verursachen sogar online Abhebungen Kosten
    • Direkt zu den betroffenen Banken weiter unten im Artikel
    • 12 Volksbanken erheben mittlerweile bis zu 0,5% Negativzinsen auf angelegtes Geld
    • Teils nehmen Volksbanken die Negativzinsen aber wegen schlechter Presse bereits wieder zurück
    • In einigen Fällen klagt der Verbraucherschutz nun gegen die Volksbank, um eine Unterlassungserklärung zu erwirken, nach der auch in Zukunft keine Negativzinsen auf das Guthaben von Kunden erhoben werden

    Kontogebühren Entwicklung seit 2016

    UPDATE 18.02.2020: Volksbank fährt gute Bilanzen ein, trotzdem sollen weitere Filialen geschlossen werden

    Scheinbar halten selbst gute Bilanzen bei den Banken das Filialsterben nicht auf, woran man gut sehen kann, dass die Ausrede der Niedrigzinsen als Grund für Filialschließungen oft nicht der vollen Wahrheit entspricht.

    So hat die Volksbank 2019 ihre Kreditvergaben um 6,3 Prozent gesteigert und die Gesamtbewertung um 0,6 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Trotz dieser positiven Entwicklungen geht Ingmar Rega, Vorstandschefin des Genossenschaftsverbandes, von weiteren Filialschließungen aus.

    Gerade kleinere Ortsbanken geraten nach ihr immer stärker unter finanziellen Druck. Es geht also weniger darum, dass die Volksbank sich die Filialen tatsächlich nicht mehr leisten kann, sie sind einfach nicht rentabel genug.

    UPDATE 11.02.2020: Volksbank Ruhr-Mitte erhöht Gebühren

    Die Volksbank Ruhr-Mitte erhöht zum 1. April die Kontogebühren und stellt auf nur noch drei Girokontenmodelle um. Für das reine Online Konto steigen die monatlichen Gebühren von 2,99€ auf 4,49€. Das Komfort-Konto steigt von 7,49€ auf 8,99€ im Monat. In dem Premium-Modell zahlt man nun 14,99€ statt 12,99€.

    Die letzte große Gebührenanhebung gab es bei der Volksbank Ruhr-Mitte zuletzt 2012. Mit den neuen Gebührenanpassungen möchte man die gestiegenen Fremdkosten ausgeglichen.

    UPDATE 05.01.2020: Kein guter Start ins neue Jahr

    Schon im letzten Jahr sind Negativzinsen bei immer mehr Banken eingeführt worden, ab 2020 schließen sich direkt 10 Institute diesem ungeliebtem Trend an.

    • Brandenburger Bank: 0,5 Prozent Negativzinsen ab 100.000 Euro
    • Heidenheimer Volksbank: 0,5 Prozent Negativzinsen auf Tagesgeld, Freibetrag unbekannt
    • Raiffeisenbank Gilching: 0,5 Prozent Negativzinsen ab 50.000 Euro
    • Raiffeisenbank Oldenburg: 0,5 Prozent Negativzinsen bei Girokonten ab 100.000 Euro. Negativzinsen auf Tagesgeldanlagen gehen aus verfügbaren Aushängen nicht hervor
    • Volksbank eG in Warendorf: 0,5 Prozent Negativzinsen bei Girokonten, Freibetrag unbekannt. Negativzinsen auf Tagesgeldanlagen gehen aus verfügbaren Aushängen nicht hervor
    • Volksbank Kaiserslautern: 0,5 Prozent Negativzinsen bei Girokonten, Freibetrag unbekannt. Negativzinsen auf Tagesgeldanlagen gehen aus verfügbaren Aushängen nicht hervor
    • Volksbank Main-Tauber: 0,5 Prozent Negativzinsen ab 500.000 Euro
    • Volksbank Mosbach: 0,5 Prozent Negativzinsen ab 250.000 Euro
    • Volksbank Rottweil: 0,35 Prozent Negativzinsen bei Girokonten ab 100.000 Euro. Negativzinsen auf Tagesgeldanlagen gehen aus verfügbaren Aushängen nicht hervor
    • Volksbank Gescher: 0,5 Prozent Negativzinsen, Freibetrag unbekannt
    Tipp: Sie wollen Zinsen auf ihr Tages- oder Festgeld erhalten? Lesen Sie unseren Artikel: Wo gibt es noch Zinsen? Diese Banken vergeben noch Zinsen!

    UPDATE 09.12.2019: Volksbank rechtfertigt sich für Negativzinsen

    In den letzten Wochen haben einige Volksbank viel negative Presse dafür bekommen, dass sie ab dem ersten Cent Negativzinsen auf Spareinlagen auf ihren Tagesgeldkonten verlangen. Dabei war einer der zentralen Vorwürfe, dass dem Sparer hier das Geld aus der Tasche gezogen werden soll – die Volksbank-Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck hat jetzt ein Statement zu dem Thema veröffentlicht, in der sie die Entscheidung zu Negativzinsen verteidigt.

    Dabei geht es vor allem um zwei Punkte:

    • Die Negativzinsen aufs Tagesgeldkonto gelten nur für Neukunden und haben keinerlei Einfluss auf die Ersparnisse von Bestandskunden. Dies wurde laute der Volksbank in den Medien häufig falsch dargestellt. Wichtiger noch ist laut der Bank, dass besagte Negativzinsen tatsächlich vor den Auswirkungen der Niedrigzinsphase schützen soll.
    • Man wolle die Einlagen von Bestandskunden so lange wie möglich vor Negativzinsen bewahren – tatsächlich gibt es bei der Volksbank Fürstenfeldbruck keine Negativzinsen, egal wie hoch die Einlagen sind. Und auch für das Girokonto gilt ein Freibetrag von 20.000 Euro. Bei anderen Banken werden mittlerweile oft ab 100.000 Euro Negativzinsen aufs Tagesgeld erhoben.

    • In den letzten Monaten seien immer mehr Kunden zur Volksbank gekommen, um hier Geld anzulegen, da eben bei immer mehr anderen Banken Negativzinsen auf das Guthaben berechnet werden. Grund dafür wiederum seien die erhöhten Negativzinsen von 0,5%, die die EZB von Banken für eingelagertes Geld verlangt.

      Einige Volksbanken haben deswegen sozusagen entschlossen, sich mithilfe der Negativzinsen vor neuen Kunden zu „schützen“, damit die Kosten für Geldeinlagen für das Institut nicht außer Kontrolle geraten. Dies hätte dann nämlich wirklich zur Folge, dass es auch Negativzinsen auf die Anlagen von Bestandskunden geben würde.

      UPDATE 01.12.2019: Gebühren nach Uhrzeit?!

      Ein ganz neuer Kniff, um Gebühren von den Kunden abzugreifen startet zurzeit bei der VR-Bank Passau. Und zwar ändern sich hier die Gebühren für die Abhebung von Bargeld je nach der Uhrzeit. Wer werktags zwischen 8 und 17 Uhr abhebt, zahlt nichts. Außerhalb dieses Zeitraumes fallen Gebühren von 0,35 Euro pro Buchungsposten an.

      UPDATE 22.11.2019: Volksbank Fürstenfeldbruck führt als erste Minuszinsen ab dem ersten Cent ein

      Das ein Tagesgeldkonto keine große Rendite mehr abwirft ist schon lange eine Tatsache, mit der sich Sparer abfinden müssen. In den letzten Monaten hat sich diese Situation noch verschärft und viele Banken haben angefangen, Minuszinsen zu nehmen, der Kunde zahlt also für die Einlagerung seines Geldes, statt etwas dafür zu bekommen.

      Bisher hat sich dies allerdings bei allen Banken auf Großanleger mit einer Sparsumme ab etwa 100.000 Euro beschränkt. Die erste regionale Volksbank ist hier jetzt den nächsten Schritt gegangen. Bei der Volksbank Fürstenfeldbruck zahlen Kunden, die ihr Tagesgeldkonto nach dem 1. Oktober 2019 eröffnet haben ab dem ersten eingezahlten Cent -0,5% Negativzinsen.

      Entwicklung der Gebührenerhöhungen bei der Volksbank

      Volksbank erhöht Gebühren vor allem in ländlichen Gebieten

      Kontoführungsgebühren Ländlich
      Wie die Sparkasse ist auch die Volksbank auf unterschiedliche Regionen aufgeteilt. Insgesamt gibt es etwa 1000 Volksbanken in Deutschland und ganze 150 von diesen haben bereits Gebühren für das Abheben von Bargeld etabliert, zumindest unter bestimmten Umständen.
      Wie auch bei den Gebührenerhöhungen der Sparkasse sind interessanterweise vor allem ländliche Regionen betroffen. Zwei Gründe, warum das Direktkonto der Volksbank betroffen ist, sind besonders naheliegend:

      Erstens kann man vermuten, dass Städter eher bereit sind, ihr Konto zu wechseln, da auch das Durchschnittsaltern in den Dörfern und Vorstädten oft deutlich höher ist, als in den Metropolen.

      Zweitens führen kleine Bankfilialen im ländlichen Gebiet einen besonders harten Kampf, um profitabel zu sein. Während städtische Filialen Zugriff auf sehr viel mehr Menschen haben und dementsprechend mehr profitable Produkte – wie etwa Autokredite – an den Mann bringen, haben die Filialen in den Dörfern eher eine Stammkundschaft, die einfach ihr angelegtes Geld verwaltet und sich regelmäßig seine Kontoauszüge abholt.

      Dieses Problem verstärkt sich wiederum durch das Wegfallen von Filialen, da immer mehr Kunden zu Direkt- und Onlinebanken getrieben werden. Alleine in den letzten zehn Jahren haben Raiffeisenbanken und Sparkassen zusammen rund 5000 Zweigstellen geschlossen. Es handelt sich um einen Teufelskreis, der kaum zu durchbrechen ist. Die Volksbank erhöht Gebühren also zum Teil auch aus der Not heraus.

      Die Modelle sind unterschiedlich, nicht jeder ist zwangsweise betroffen

      An dieser Stelle sollte allerdings auch gesagt sein, dass es nicht einfach so ist, dass jetzt jeder Kunde bei den betroffenen Filialen plötzlich pro Abhebung 3 Euro zahlt oder ähnliches. Es ist noch nicht genau heraus, wer bei welcher Bank wie viel zahlt – es gibt hier aber definitiv Unterschiede bzw. unterschiedliche Modelle, die man in der Einzelrecherche der Banken entdecken kann.

      So setzen sich Volksbank Gebühren bei verschiedenen Instituten zusammen

      REGIONALE BANKGEBÜHREN
      VR Giro Privat Konto der Volksbank Lahr
      • Kunde zahlt ab dritter Abhebung 40 Cent
      • Bei anderen Konten entfallen diese Gebühren,
        dafür höhere Grundgebühr
      • Bei diesem Modell kosten selbst Online Überweisungen
        10 Cent
      Das Online-Girokonto der Volksbank Passau
      • Kunde zahlt nur 11 Cent pro Geldabhebung, allerdings von der ersten Abhebung an.
      • Wenn man öfter als 6 Mal bei anderen Volks- und Raiffeisenbanken pro Monat abhebt fallen Kosten von 1,02 Euro an.

      VR-Giro Classic / VR-Giro Premium-Konto der Volksbank Meßkirch
      • Für beide Kontomodelle werden 39 Cent pro Auszahlung fällig,
      • Selbst bei Premium Konto, welche bereits eine Kontoführungsgebühr von 9,50 Euro veranschlagt.

      Nach unseren neusten Informationen gibt es eine Reihe von weiteren Banken, die ebenfalls ähnliche Modelle eingeführt haben. Volksbank Gebühren fallen auch hier an, wenn ein bestimmtes Kontingent an Freiabhebungen aufgebraucht ist. Unter anderem sind das:

      • Volks und Raiffeisenbank Muldental
      • VR Bank Schopfheim-Maulburg
      • VR Bank Neuburg-Rain
      • Raiffeisenbank Rheinbach Voreifel
      • Volksbank Spree-Neiße
      • Raiffeisenbank Gotha
      • Raiffeisenbank Ratzeburg
      • VR Bank Erding

      WICHTIG zu erwähnen ist hier allerdings, dass es sich in fast allen Fällen bei den Kontoführungsgebühren Volksbank um bestimmte Kontomodelle handelt. Der Tausch sieht im Prinzip so aus: geringere Grundgebühren gegen mehr kostenpflichtige Leistungen. Trotzdem sind teils 2 Euro für das Abheben ab Schalter natürlich wirklich ein hoher Preis. Und für die Konten ohne Gebühren für separate Leistungen zahlt man bis zu 7,90 Euro.

      Das Problem willkürlicher Modelle

      Generell ist man sich mittlerweile darüber einig, dass es nicht mehr allzu lange kostenlose Girokonten geben wird und die meisten Leute sind sogar zu einem gewissen Grad bereit, das zu akzeptieren. Kritisch wird es allerdings bei dem, was wir oben in der Tabelle sehen. Die Volksbank erhöht Gebühren recht willkürlich, bei den Preismodellen fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Diese undurchsichtigen Volksbank Gebühren sind ebenfalls darauf zurück zu führen, dass die Bank eben regional geführt wird und sich die Banken separat mit Gebühren und Finanzierungsproblem auseinandersetzen.

      Dementsprechend äußert sich auch Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes: „Dass Konten auch etwas kosten, ist in Ordnung. Aber wir fordern von der Politik, Verbraucher vor Willkür beim Anheben der Kosten zu schützen.“

      Wie so oft ist das Problem die fehlende Transparenz der Banken – Würde offener darüber gesprochen werden, wieso sich die Gebühren erhöhen und was die Probleme der Banken sind (vor allem auf dem Land), gäbe es deutlich weniger Frustration und Ärger bei den Kunden.

      Zurzeit wird durch die Erhöhungen von Gebühren durch Filialbanken die Idee allerdings immer verlockender, sich doch nach alternativen um zu sehen. Denn noch gibt es kostenlose Girokonten.
      Kostenloses Girokonto finden

      Selbst informieren

      Im Moment ist es allerdings noch nötig und am besten, sich einfach selbst bei der eigenen Bank zu informieren, um zu sehen, wie es um die eigenen Gebühren steht. Wie man an der Tabelle gut sieht, gibt es recht große Unterschiede in den Bezahlmodellen und teils müssen sich Menschen, die zum Beispiel nur einmal im Monat Geld abheben, vielleicht gar keine Gedanken machen – die meisten Volksbank Gebühren etwa betreffen vor allem Vielabheber.

      Auf dem meisten bei unserer Recherche besuchten Websites war es recht einfach, die entsprechenden Informationen zu finden, allerdings gab es auch Ausnahmen. Im Fall der Fälle hilft aber immer noch ein Anruf oder Besuch, dafür ist man schließlich bei einer Filialbank.

      Neuste Entwicklungen: Volksbank Negativzinsen

      Neben den hier bisher aufgezählten Volksbank Gebühren bei verschiedenen Instituten gibt es auch Negativzinsen einiger Banken auf das bestehende Guthaben. Diese Negativzinsen der Volksbank müssen in manchen Fällen bereits ab dem ersten Euro gezahlt werden.

      Leitzins EZB Kontoführungsgebühren Volksbank

      Die höchsten Negativzinsen berechnet die Volksbank Reutlingen mit 0,5% auf das Girokontoguthaben ab dem ersten Euro und ab 10.000 Euro auch auf Geld auf dem Tagesgeldkonto der Volksbank. Eine Beispielrechnung: Wer 5.000 Euro auf seinem Konto bei der Volksbank Reutlingen hat, besitzt nach einem Jahr nur noch 4.840 Euro. Insgesamt erheben mittlerweile 12 Volksbanken diese Strafzinsen.

      Volksbank Reutlingen
      Raiffeisenbank Gmund
      VR Bank Donau-Mindel
      Volksbank Ermstal-Alb
      Volksbank Baden-Baden
      Volksbank Pinneberg-Elmshorn
      Dresdner Volksbank
      Volksbank Stendal
      Raiffeisenbank Südstormarn Mölln
      VR Bank Mittelsachsen
      VR Bank Niederschlesien
      Volksbank Eisenberg
      -0,5%
      -0,4%
      -0,4%
      -0,4%
      -0,4%
      -0,4%
      -0,4%
      -0,4%
      -0,4%
      -0,3%
      -0,01%
      Individuell

      Auf die Frage, wie man auf die immer weiter steigenden Kosten reagieren soll, sagt Verbraucherexperte Hermann-Josef Tenhagen im Interview mit der Zeit Online: „Die Bank wechseln! Wir haben (…) nach wie vor drei Anbieter ausgemacht, die quasi kostenlose Girokonten anbieten: die Consorsbank, die DKB und Comdirect.“

      Erste Banken ziehen Negativzinsen zurück

      Nach einer ganzen Lawine von schlechter Presse, die sich über die Volksbank nach den Ankündigungen zu Negativzinsen ergossen hat, scheint es, als würde das Unternehmen einen Rückzieher machen.
      Die Volksbank Reutlingen hat angekündigt, nun doch keine Negativzinsen auf die Girokonten der Kundschaft erheben zu wollen. Wortwörtlich schreibt der Vorstand der Bank in einem Brief an die Kunden bezüglich einer Überarbeitung des Preismodells: „Die Überarbeitung sieht keinerlei negative Zinsen vor.“ Man wird sehen müssen, ob weitere Banken folgen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

      Volksbank Gebühren senken?

      Die Volksbank ist eine Genossenschaftsbank so wie etwa ein Drittel aller Filialbanken in Deutschland. Eine Genossenschaftsbank setzt sich für ihre Mitglieder ein und verspricht ihren Mitgliedern eine Beteiligung am Gewinn des Unternehmens. Bei der Volksbank können Sie sich für eine Mitgliedschaft bewerben, wenn Sie bereits Kunde sind.

      Als Mitgleid werden Sie zum Teilhaber der Volksbank und verpflichten sich Anteile am Unternehmen zu zeichnen. Eine Mitgliedschaft kostet nichts und Sie erhalten auf ihre Anteile eine jährliche Dividende. Die Dividende ist regional stark unterschiedlich und beträgt ca. 2-6%. Durch diese Dividende können Sie die Volksbank Gebühren teilweise wieder reinholen, wenn Sie nicht auf ein kostenloses Girokonto umsteigen möchten.

      Fazit

      Das Fazit zum Thema „Volksbank erhöht Gebühren“ fällt leider sehr ähnlich aus, wie das zur Sparkasse: Wer auch in den nächsten drei Jahren noch ein Konto haben will, bei dem man zumindest theoretisch um alle Gebühren herumkommt, wird sich von der Filialbank verabschieden und bei den Online Konten umsehen müssen.

      Ansonsten muss man eben abwägen, wie viel einem der persönliche Service, persönliche Beratung und die Dienste am Schalter wert sind – zumindest, solange die örtliche Filiale noch existiert. Es deutet nämlich weiterhin vieles daraufhin, dass sich die Welt generell von Filialen und Bargeld verabschiedet und dass sich Banken und Einzelhandel in diesem Vorhaben einig sind. Auch dies könnte ein Grund für erhöhte Gebühren bei der Abhebung sein. Mehr dazu in den unten verlinkten Artikeln.

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      Bildquelle: Vielen Dank an MichaelGaida für das Bild (MichaelGaida/www.pixabay.de)

      Redakteur: Stephan Gert

    11 Gedanken zu “Volksbank erhöht Gebühren: Geldabheben verursacht Kosten

    1. Sabina

      Was ist denn aus Volkbank geworden.. traurig, früher war Volksbank viel viel besser und jetzt wollen die immer mehr Gebühren. Kein wunder, warum viele sich lieber eine andere Bank suchen…

      1. Nashville

        Ja! Als ich mein Konto eröffnet habe – 2008 – hat es gar nichts gekostet! Und nun … in diesem Monat über 7 Euro! Das ist viel zu viel für meine kleine Rente.

        Traurig, genau!

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