Commerzbank erhöht Gebühren Commerzbank Gebühren

Commerzbank erhöht Gebühren um bis zu 30 Prozent

Die Commerzbank erhöht Gebühren – Kunden der Commerzbank, die das Premium Konto nutzen, zahlen nun inzwischen 30 Prozent mehr. Damit steigt der Preis des Kontomodells von 9,90 Euro auf ganze 12,90 Euro.

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Wie viele andere Banken führt nun auch die Commerzbank Strafzinsen an um der Geldpolitik der EZB entgegen zu wirken – allerdings bislang nur für relativ vermögende Kunden. Finanzchef Stephan Engels sagte dazu: „Wir fangen jetzt mit Kunden mit hohen Einlagen an.“ Das könnte man durchaus so interpretieren, dass es später auch Kunden trifft, die kleinere Beträge auf dem Konto haben.

Bisher ist noch nicht geklärt, ab welcher Einlagenhöhe die Strafzinsen greifen, guckt man sich aber andere Geldhäuser hoch, könnte es sich gut um die 100.000 Euro Grenze handeln, die etwa auch bei der Berliner Volksbank genutzt wird.

Aktuelles Update – Commerzbank Filialschließungen & Übernahme der Tochterfirma comdirect

In Zukunft wird es die Bank und Marke comdirect wohl nicht mehr geben. Martin Zielke, Vorstandschef der Commerzbank, verkündete am Freitag auf einer Pressekonferenz in Frankfurt, dass comdirect komplett in die Commerzbank integriert werden soll. Bisher besaß die Muttergesellschaft 82% von comdirect, doch das soll sich nun ändern. Grund dafür sei laut Aussagen auf Seiten der Commerzbank das sich angleichende Geschäftsmodell der beiden Banken – die Commerzbank setzt nun auch immer stärker auf den digitalen Kundenkontakt.


„Durch die fortschreitende Digitalisierung gleichen sich die Geschäftsmodelle der Commerzbank und der Comdirect immer stärker an. Deshalb planen wir die Verschmelzung der Comdirect auf die Commerzbank. So kann die Commerzbank den Kunden beider Häuser künftig das Beste aus zwei Welten bieten.“ Website der Commerzbank


Im Zuge dessen wird das Filialnetz der Commerzbank radikal reduziert. Nach aktuellen Angaben sollen insgesamt ganze 4300 Stellen und 200 Filialen geschlossen werden. Insgesamt hat die Bank bisher 1000 Filialen in Deutschland betrieben.

Die Entscheidung kommt nicht ganz überraschend. Die Commerzbank hatte bereits in den letzten Jahren immer wieder Stellen abgebaut um damit, so lautete zumindest die offizielle Begründung, die fehlenden Einnahmen aufgrund der Niedrigzinspolitik der EZB auszugleichen. Die Fusionierung von Commerzbank und comdirect soll beide Banken „wetterfest“ für die Zukunft gestalten – unter einer starken Marke.

Doch was bedeuten diese Änderungen für die Bankkunden?

  • Für Kunden der Commerzbank: Gerade für ältere Menschen, die auf eine nahe gelegene Filiale angewiesen sind, könnte die Entscheidung der Commerzbank, Filialen zu schließen, große Folgen haben und den Wechsel zu einem anderen Institut notwendig machen. Ob sich mit der Verschmelzung von comdirect und der Commerzbank die Gebühren erneut erhöhen, bleibt abzuwarten.
  • Für Kunden von comdirect: Rund 2,7 Millionen Menschen sind Kunde bei comdirect. Diese Kunden werden ins Commerzbank-Netzwerk übergehen und können deren Filialleistungen wahrnehmen. Die Commerzbank verspricht zwar, dass sich im „praktischen Sinne“ kaum etwas ändern wird. Dennoch ist das Girokonto bei comdirect bisher günstiger als bei der Commerzbank. Es ist anzunehmen, dass die Kosten dafür angeglichen werden – die Gebühren für die comdirect Kunden werden also vermutlich steigen.

Was sich genau ändert und wie die Fusionierung von Commerzbank und comdirect konkret ablaufen wird, konnte auf der Pressekonferenz nicht abschließend geklärt werden. Dies bleibt abzuwarten und wird sich in naher Zukunft zeigen. Über Updates & News informieren wir Sie hier.

Die wichtigsten Punkte zu Commerzbank Gebühren

  • Ab 01. Juni steigen die Gebühren für das Premium Kontomodell um 30%
  • Schon in den letzten Jahren hat die Commerzbank immer wieder an verschiedenen Stellen die Preise für Einzelleistungen erhöht
  • Problematisch ist vor allem, dass diese Änderungen nicht immer ausreichend mitgeteilt werden
  • Auch beim „Kostenlosen Girokonto“ gibt es ab 1.Juli 2018 Gebühren für das Ein- und Auszahlen von Bargeld am Schalter

Neue Commerzbank Gebühren werden verschwiegen

Während zunächst noch nur das Premium Konto der Commerzbank von neuen Gebühren bzw. Erhöhungen betroffen war, trifft es nun auch das „Kostenlose Girokonto“ der Commerzbank. Zwar gibt es hier nach wie vor keine Grundgebühren, aber seit Juni 2018 kostet es 1,50 Euro, am Schalter Geld ein- oder auszuzahlen.

Ein Sprecher der Commerzbank rechtfertigt die Preissteigerungen damit, dass die Kosten für einige der in dem Paket enthaltenen Angebote in den letzten Jahren gestiegen sein, was die Preiserhöhung nötig mache. Demnach sind also auch keinerlei zusätzliche Leistungen im Zuge der drastischen Steigerung der Commerzbank Gebühren zu erwarten. Damit folgt die Commerzbank der Reihe von Sparkasse, Volksbank und Sparda Bank, welche bereits alle Gebührenerhöhungen durchgesetzt haben.

So rankt die Commerzbank im Girokonto Vergleich

Neue Commerzbank Gebühren werden verschwiegen

Commerzbank erhöht GebührenWas man ebenfalls problematisch finden kann ist, dass die Bank auf ihrer Website bis zum Mai 2018 mit einem Preis von 9,90 Euro für das Premiumkonto geworben hat. Dabei wird die Preiserhöhung intern sicher seit langer Zeit geplant sein und einen Preis auf der Website zu ändern ist eine Sache von Minuten.

So wir das Konto in diesem Moment unter Umständen Kunden verkauft, die von den 9,90 Euro Gebühren ausgehen und dann im Juni eine böse Überraschung erleben. Auch im ausführlichen Preis- und Leistungsverzeichnis wurde der Preis bisher nicht angepasst.

Commerzbank erhöht Gebühren bereits seit Jahren

Bisher sollen keine Preiserhöhungen für andere Kontomodelle geplant sein, allerdings wurde hier sowieso bereits in den letzten Jahren an den Commerzbank Gebühren gedreht. So kosten etwa Überweisungen auf Papier seit 2016 1,50 Euro. Ohne Geldeingang kostet außerdem auch das normale Girokonto 9,90 Euro. Zudem kostet die MasterCard Classic zum Konto bei der Commerzbank ganze 39,90 Euro. Dazu kommen bei Bargeldbezug am Geldautomaten mit der MasterCard 1,95% des Umsatzes (mind. 5,98€) an. Im Ausland wird zusätzlich ein Auslandsentgelt von 1,5% fällig.

Selbst der Dispozins ist bei der Commerzbank mit 9,75% p.a. kein sehr attraktives Angebot. Würden jetzt noch zusätzliche Gebühren beim Normalen Girokonto hinzukommen, gäbe es wirklich kaum noch einen Grund, hier ein Konto zu eröffnen.

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Redakteur: Stephan Gert

Bildquelle: Vielen Dank an Ulleo für das Bild (Ulleo/www.pixabay.de)

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