Beliebteste Banken Deutschlands

Die beliebtesten Banken in Deutschland

Laut Umfrageergebnissen bleibt die Sparkasse die beliebteste Bank der Deutschen. Dennoch musste sie in den letzten Jahren bei den Kundenzahlen der Gehalts- und Girokonten deutlich Federn lassen.

Das Statistik-Portal Statista hat eine Umfrage zu den beliebtesten Banken in Deutschland durchgeführt. Hier kommen die Ergebnisse. Die Umfrage bezog sich auf die beliebtesten Banken zum Führen eines Girokontos bzw. Gehaltskontos in den Jahren 2013 bis 2016.

Sparkasse weiterhin die beliebteste Bank der Deutschen

Es zeigt sich, dass auch 2018 für rund 32 Millionen Deutsche die Sparkassen weiterhin der beliebteste Anbieter für Giro- und Gehaltskonten sind. Und das mit großem Abstand! Auf dem 2. Platz folgen die Volksbanken/Raiffeisenbanken mit ca. 13,3 Millionen Kunden, die über ein Gehalts-/Girokonto verfügen. Auf den Rängen 3 bis 5 rangieren 2016 die Postbank (6,75 Millionen Kunden), die Deutsche Bank (5,29 Millionen Kunden) und die Commerzbank (4,1 Millionen Kunden). Die Siegerplätze gehen allesamt an Filialbanken. Doch ist die beliebteste Bank auch gleichzeitig die beste Filialbank? Diese Frage und noch mehr klärt der Filialbanken Vergleich.

die beliebtesten banken deutschland

Blickt man jedoch auf die Entwicklung zwischen 2010 und 2016, so zeigt sich dennoch ein Abwärtstrend bei den Sparkassen. Gab es 2010 bei den Sparkassen noch 34,69 Millionen Gehalts- und Girokunden, sanken die Zahlen 2011 auf 33,9 Millionen, 2012 auf 33,21 Millionen, 2013 auf 32,21 Millionen Kunden und 2016 auf 32,07 Millionen. Den bisherigen Tiefstand erreichten die Sparkassenverbände 2014 mit 31,81 Millionen Kunden.

Die Zahlen der Gehalts- und Girokonten bei den Volksbanken/Raiffeisenbanken stiegen im Zeitraum von 2010 von 13,4 Millionen auf 15,02 Millionen im Jahr 2014 kontinuierlich an. Seitdem ist hier allerdings ebenfalls ein Abwärtstrend zu erkennen, 2016 hatten die Volksbanken/Raiffeisenbanken noch 13,36 Millionen Kunden.

Ähnlich verhält es sich auch bei den Kundenzahlen der Postbank (2010: 5,99 Millionen Kunden, 2014: 6,77 Millionen Kunden). 2016 hatte die Postbank 6,75 Millionen Kunden.

Filialbanken haben weniger Kunden

Natürlich ist es nahe liegend, dass die Erhöhung von Gebühren und die zunehmende Offenheit gegenüber dem oft günstigeren Onlinebanking dafür verantwortlich sind, dass sich bei den Filialbanken zunehmend Abwärtstrends entwickeln. Da Filialschließungen und Gebühren für Girokonten auch 2018 weiter gehen, kann man im Prinzip auch davon ausgehen, dass sich diese Entwicklungen fortsetzen werden, auch wenn heute noch viele Menschen ein Konto bei der Filialbank haben, obwohl sich eine Direktbank anbieten würde. Rein von den Konditionen her, liegen die Direktbanken in unserem großen Girokonto Vergleich deutlich vor den Filialbanken.

TIPP: Überlegen Sie sich, ob Sie wirklich eine Filialbank brauchen, indem Sie zum Beispiel beobachten, wie oft Sie die Beratung in der Zweigstelle pro Jahr wirklich nutzen. Vielleicht ist ein günstigeres Konto bei einer Direktbank eine Alternative, die Ihnen im Jahr viel Geld sparen kann.

Zum Girokonto Vergleich

Bei der Auswahl der richtigen Bank ist für viele eine nahe gelegene Filiale wichtig

Nimmt man die Kundenzahlen der Sparkassen und Volksbanken/Raiffeisenbanken zusammen, kommt man 2018 auf etwa 45 Millionen Deutsche, die ihre Gehalts- und Girokonten hier führen. Damit sind sie nach wir vor mit Abstand die beliebtesten Banken in Deutschland. Laut der repräsentativen Studie „Wie Kunden Bank wollen“ der Unternehmensberatung EUROGROUP CONSULTING können diese Banken insbesondere mit einem bundesweit stark verzweigten Filialnetz und dem damit verbundenen persönlichen Service bei den Kunden punkten. Dies ist somit bei der Auswahl der richtigen Bank das entscheidende Kriterium.

Zahlen der beliebtesten Banken:

Sparkasse Volksbank Postbank
Ca. 16.000
Fiilialen
Ca. 12.000
Filialen
Ca. 5.300
Filialen
Ca. 32 Millionen
Kunden
Ca. 13,3 Millionen
Kunden
Ca. 6,7 Millionen
Kunden
Ca. 224.700
Mitarbeiter
Ca. 150.000
Mitarbeiter
Ca. 18.000
Mitarbeiter

Trotz gegenteiliger Prognosen der Finanzexperten vom Filialen verdrängenden Online-Banking und den daraus folgenden massiven Schließungen von Zweigstellen, ist für fast 2/3 der Deutschen eine Bankfiliale in der Nähe wichtiger als die ständige Erreichbarkeit via Telefon oder Internet oder ein breit gefächertes Angebot an verschiedenen Girokonten und Dienstleistungen. Besonders interessant: der Wunsch nach einer Filiale nahe dem Wohnort wird auch von jungen Bankkunden (18 – 24 Jahre) geteilt, die mit dem Internet und dessen Vorteilen groß geworden sind. Für Informationszwecke wünscht sich diese Altersgruppe jedoch auch detailliertere Angebote und Dienstleistungen auf den Internetpräsenzen ihrer Banken.

Trotzdem gehen wir davon aus, dass sich die klassische Filialbank sich bei den beliebtesten Banken auf lange Sicht nicht wird durchsetzen können, gerade, da eben das besagte Hauptanliegen vieler Kunden, die Filiale in der nähe, von den Instituten stetig abgebaut wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.