Scheck einlösen – Was ist zu beachten und funktioniert es auch online?Neutralität mutual geprüft

Schecks existieren bis heute und werden zum Beispiel teils von Krankenkassen verwendet, deswegen stellt sich die Frage: Scheck einlösen – wie geht das eigentlich? Vor allem, wenn man bei einer reinen Onlinebank ist?

Der sogenannte Gehaltsscheck gehört in der Realität seit längerem der Vergangenheit an und wenn das Wort noch gebraucht wird, ist damit meistens nur der monatliche Gehaltsnachweis gemeint. Insgesamt hat die Nutzung von Schecks in den letzten Jahren stark abgenommen.
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Zum KontovergleichEs gibt aber einige Situationen, in denen immer noch mit diesem Verfahren gearbeitet wird und man in die Situation kommt, einen Scheck einlösen zu müssen. So zahlte zum Beispiel die Techniker Krankenkasse in den Jahren 2013 und 2014 Dividenden an ihre Kunden in Form von Schecks aus. Hier werden die Fragen beantwortet, was es beim Scheck einlösen zu beachten gibt und was es für verschiedene Systeme gibt. Was ist zum Beispiel der Unterschied beim Verrechnungsscheck einlösen?

Barscheck oder Verrechnungsscheck?

Unter einem Scheck verstehen die meisten Menschen erstmal einen Barscheck. Das heißt, man löst den Scheck bei seiner Bank ein und bekommt den darauf angegebenen Betrag in bar ausgezahlt. Auf der anderen Seite gibt es aber auch den sogenannten Verrechnungsscheck.

Beim Verrechnungsscheck einlösen bekommt man das Geld nicht in bar ausgezahlt, stattdessen wird es dem Konto gutgeschrieben. Das Thema Verrechnungsscheck einlösen kommt vor allem auf, wenn man es mit Versicherern oder Gewinnspielen zu tun hat. Versicherer nutzen die Verrechnungsschecks beispielsweise noch heute gelegentlich bei der Regulierung von Schäden.

Scheck einlösen bei der Bank

Die klassische Methode, einen Scheck einzulösen, ist, mit diesem zum Bankschalter zu gehen. Verrechnungsscheck oder Barscheck einlösen, beides ist hier möglich. Entscheidend ist hierbei allerdings, dass das Verrechnungsscheck einlösen ausschließlich bei der Bank funktioniert, wo man auch sein Girokonto führt. Barschecks können auch bei anderen Bankfilialen eingelöst werden, dann entstehen allerdings Gebühren. Bei der Postbank beispielsweise 3 Euro, die dann von der ausgezahlten Summer abgezogen werden.

Bar und Verrechnunsscheck

Zusätzlich ist es bei einigen Instituten noch nötig, ein Formular für die Scheckeinreichung auszufüllen. Dieses liegt in den meisten Schalterräumen der Bankfilialen zur freien Verfügung aus. Die Angaben, die hier benötigt werden finden sich unten auf dem Scheck der eingelöst werden soll.

Wichtig: Auf den meisten Formularen für die Scheckeinrichtung befindet sich eine Spalte: „Kontonummer oder Name des Scheckausstellers“. Hier wird nicht die eigene Girokontonummer eingetragen, sondern die Nummer, die sich unten auf dem Scheck findet, der eingereicht wird.

Scheck online einlösen

Immer mehr Kunden nutzen heute intensiv online Banking oder sind sogar bei einer Bank, die komplett online agiert und auf ein Filialnetz verzichtet. Vor allem das mobile Banking nimmt in den letzten Jahren drastisch zu. Wie läuft das Scheck online einlösen ab?
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Die Angebote von online- und Direktbanken sind unterschiedlich bezüglich des Themas Scheck einreichen. So gibt es zum Beispiel bei der DKB eine Postadresse, an die sowohl der Scheck als auch das vollständig ausgefüllte Einreichungsformular gesendet werden müssen. Auch bei Comdirect funktioniert das Einlösen von Schecks über den Postweg. Hier muss man also das Porto mit einberechnen, was die Kosten der Einlösung angeht.

Wichtig: In Deutschland gibt es eine gesetzliche Frist von 8 Tagen zum Einlösen von Schecks. Die Banken können sie zwar noch nach längerer Zeit einlösen, sind aber nicht dazu verpflichtet. Also am besten in den ersten 8 Tagen den Scheck einlösen, dann geht man auf Nummer sicher.

Da Banken in jedem Fall die Originaldokumente mit Unterschrift brauchen gibt es bisher keine Möglichkeiten zum Scheck online einlösen. Deswegen gibt es auch Institute wie N26, die komplett ohne Filialen und ausschließlich online agieren, bei denen es bisher überhaupt keine Möglichkeit gibt, einen Scheck einzulösen. Dasselbe gilt für die Fidor Bank.

Tipp: Wenn man bei einer Bank ist, die keine Schecks annimmt, gibt es eigentlich nur die Möglichkeit, einen Freund zu bitten, den Scheck bei seiner Bank einzulösen und einem anschließend das Geld zu überweisen.

Scheck einlösen bei Direktbanken

Während das Scheck einlösen bei den meisten Filialbanken problemlos mit einem Gang zum Schalter erledigt ist, kann die Sache bei Direktbanken schon ein wenig komplizierter sein, wir haben die Verfahren der beliebtesten Direktbanken zusammengetragen.

Scheck einlösen bei ING

scheck einlösen scheck online einlösenUm bei der ING einen Verrechnungsscheck einzulösen, genügt es, auf der Vorderseite des Schecks oben rechts die Kontonummer seines Girokontos einzutragen und das Ganze dann formlos an die ING Zentrale in Frankfurt zu schicken. Normalerweise sollte dann innerhalb von 3 bis 5 Werktagen das Geld auf dem Konto verbucht werden.

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Scheck einlösen bei DKB

scheck einlösen scheck online einlösenBei der DKB ist der Prozess ein kleines bisschen komplizierter. Der Scheck muss an ein Postfach in Berlin gesandt werden, allerdings zusammen mit einem sogenannten Scheckeinreicherformular, das vorher ausgefüllt werden muss. Das Formular ist allerdings nicht besonders kompliziert, wodurch der Prozess auch bei der DKB schnell abgewickelt ist.

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Scheck einlösen bei Comdirect

scheck einlösen scheck online einlösenBei der Comdirect gibt es ebenfalls ein extra Formular für In- und Auslandsschecks. Dieses wird ausgefüllt, der Scheck muss auf der Rückseite unterschrieben werden und die Kontonummer auf dem Scheck notiert werden. Dann geht das Ganze per Post an die Comdirect.

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Der Scheck wurde zurückgewiesen – Was nun?

Theoretisch kann es passieren, dass das Scheck einlösen von der jeweiligen Bank zurückgewiesen wird. Dafür existieren im Wesentlichen zwei Fehlerquellen: Der Herausgeber und die Person, die den Scheck einlösen möchte.

Auf Seiten des Herausgebers sind vor allem folgende Fehler für die Zurückweisung eines Schecks ausschlaggebend:

  • Auf dem Bar- oder Verrechnungscheck fehlt der Titel „Scheck“.
  • Die zu belastende Bank wurde nicht vermerkt.
  • Die Kontonummer des Herausgebers ist nicht vorhanden.
  • Der Geldbetrag ist nicht genau beziffert.
  • Die Unterschrift des Zahlungsleistenden fehlt.

Auch dem Begünstigten, das sind in der Regel Sie selbst, kann ein Fehler beim Scheck einlösen passieren. Das Vergessen oder Verwenden des falschen Formulars führt ebenso zur Zurückweisung des Schecks wie eventuelle Schreibfehler auf dem Vordruck. Damit ist der Scheck aber meist noch nicht per se ungültig. Mithilfe einer einfachen Korrektur kann er auch mit leichten Fehlern meist noch eingelöst werden. Gravierende Mängeln können jedoch dazu führen, dass Sie beim Herausgeber einen neuen Scheck anfordern müssen.

Was kostet das Scheck einreichen?

Da der Scheck, egal ob Barscheck oder Verrechnungsscheck, inzwischen ein eher exotisches Zahlungsmittel ist, ist die Scheckeinreichung nur selten kostenlos. Achten Sie daher auf die geltenden Konditionen Ihrer Bank, ehe Sie den Scheck einlösen. In unserem kostenlosen Girokontovergleich erhalten Sie einen guten Überblick über die gängigen Anbieter. Kosten für das Scheck einlösen entfallen am ehesten bei Direktbanken. Drei von ihnen, die keinerlei Gebühren für das Einreichen eines Schecks erheben, sind:

  • ING
  • comdirect
  • DKB

Bei Filialbanken gilt das Einlösen eines Schecks als Serviceleistung, weshalb im Normalfall Gebühren erhoben werden. Diese schwanken je nach Anbieter sehr stark und belaufen sich um Beträge zwischen 2 und 15 Euro je Einlösung.

Fazit

Obwohl Schecks als Zahlungsmittel immer weniger Verwendung finden, sollte man zumindest wissen, wie das Scheck einlösen funktioniert. Gerade Krankenkassen und Versicherer greifen nach wie vor gerne auf diese Auszahlungsmethode zurück. Glücklicherweise haben auch moderne Direktbanken ohne Filialnetz Wege, wie man einen Scheck einlösen kann. Nur, wenn man bei N26 oder der Fidor Bank ist, gibt es hierzu keine Möglichkeit. Diese Banken verlassen sich ganz auf Mobile- und Onlinebanking, wodurch die Übergabe von Originaldokumenten und somit das Einlösen von Schecks nicht möglich sind.

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Redakteur: Stephan Gert

Bildquelle: Vielen Dank an Meditations für das Bild (Meditations/www.pixabay.de)

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