Sparkasse erhöht Gebühren starl

Sparkasse erhöht Gebühren um bis zu 75 Prozent

Sparkasse erhöht Gebühren – Für Kunden über 25 Jahren wird der Preis für ein online Konto bei der Sparkasse Berlin und bei anderen Sparkassen in Zukunft teurer. Die Gebühren werden teilweise um bis zu 75 Prozent angezogen. Für Bestandskunden der Sparkasse Berlin erhöht sich der Preis eines normalen Girokontos zum Beispiel von vier auf sieben Euro im Monat.

Wie die Sparkasse – vor allem nach den massiven Gebührenerhöhungenim Vergleich mit anderen Banken abschneidet, erfährt man in unserem Girokonto Vergleich. Hier sind die wichtigsten Konditionen und Angebote vieler Institute leicht verständlich aufgearbeitet, falls man nun über einen Kontowechsel nachdenkt.

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Wichtig: Bundesgerichtshof stoppt überhöhte Gebühren

WICHTIG: Obwohl es hier um die Sparkasse Freiburg geht, gilt das Urteil des Bundesgerichtshof im Prinzip für alle Banken und Sparkassen! Das heißt, dass überall Rückforderungen möglich sind, wo folgende, nun als unangemessen eingestufte Gebühren erhoben wurden bzw. im Preis- und Leistungsverzeichnigs zu finden sind:

  • Unter­richtung über die berechtigte Ablehnung der Einlösung einer SEPA-Basis-Last­schrift bei Post­versand 5,00 €
  • Unter­richtung über die berechtigte Ablehnung der Ausführung (bei Post­versand) einer Einzugs­ermächtigungs-/Abbuchungs­auftrags­last­schrift mangels Deckung 5.00 €(zwei Klauseln an unterschiedlicher Stelle im Preis­verzeichnis)
  • Unter­richtung über die berechtigte Ablehnung der Ausführung (bei Post­versand) … eines Über­weisungs­auftrages mangels Deckung 5,00 € (zwei wort­gleiche Klauseln für verschiedene Über­weisungs­arten)
  • Dauer­auftrag Kosten: Einrichtung/Änderung/Aussetzung/Löschung 2,00 € (soweit es um die Aussetzung und Löschung geht, die Einrichtung und die Änderung dürfen gebühren­pflichtig sein)
  • Pfändungs­schutz­konto: Privat-/Geschäfts­girokonto; Privatgiro­konto: Grund­preis je ange­fangenen Monat 7,00 € (galt bei der von der beklagten Sparkasse bis zum 13. Dezember 2012 verwendeten Klausel, entscheidend: Pfändungs­schutz­konten waren teurer als Giro­konten sonst)
  • Änderung, Streichung einer Order 5,00 € (soweit es um Streichung einer Order geht, die Änderung darf gebühren­pflichtig sein)

Wie man die Rückerstattung beantragt

Diese Gebühren für Leistungen der Sparkassen sind nach Ansicht des Bundesgerichtshofes also nicht akzeptabel. Damit entspricht der BGH einer Klage eines Verbraucherschutzvereins. So seien etwa 5 Euro für einen Brief bei einer Kundenbenachrichtigung völlig unangemessen und nicht an tatsächlich für die Bank anfallenden Kosten ausgerichtet.

Dabei geht es in erster Linie um die Sparkasse Freiburg, die für verschiedene Leistungen diese 5 Euro als Preis eingeführt hatte. Etwa, wenn Kunden bei fehlgeschlagenen Überweisungen wegen mangelnder Kontodeckung unterrichtet werden müssen (Ein wenig ironisch). Der Bundesgerichtshof kippt nun die Gebühren der Sparkasse Freiburg mit der Begründung, dass die Sparkasse ihren vertraglichen Pflichten nachzukommen habe, ohne dafür gesondert Gebühren verlangen zu dürfen.

Dasselbe gilt für Änderungen und Aussetzungen von Daueraufträgen, für die die Sparkasse Freiburg ebenfalls Gebühren haben wollte. Nach Bundesgerichtshof handelt es sich hier um durch das Widerrufsrecht abgedeckte Vorgänge, die in jedem Fall kostenlos bleiben müssen. Bereits Ende Juli war der Bundesgerichtshof zur Frage um die Kosten für SMS-TAN Vorgänge eingeschaltet worden und es bleibt zu sehen, ob noch weitere Banken ihre Gebühren wieder zurücknehmen müssen.

UPDATE 01.03.2020: Klagen gegen die Sparkasse

In den letzten Monaten hat sich die Welle der Negativzinsen für Privatkunden bei verschiedenen Banken immer weiter fortgesetzt. Während zunächst nur sehr wohlhabende Kunden mit Ersparnissen über 100.000 Euro die Zinsen zahlen sollten, gilt dies nun an immer mehr Stellen auch für Normalverbraucher.

So etwa im Fall der Sparkasse Vogtland. Hier sollen Kunden bereits ab 5.000 Euro auf dem Konto das sogenannte „Verwahrentgelt“ zahlen. Jetzt regt sich hier allerdings zunehmend Widerstand. Nach einer Beschwerdeflut durch Kunden zog die Bank die Zinsen zunächst zurück, war aber nicht bereit, die entscheidenden Stellen auch wieder aus der Geschäftsordnung zu streichen. Offensichtlich hatte man sich bei der Bank keineswegs komplett von dem Gedanken an Negativzinsen verabschiedet.

Nun will die Verbraucherzentrale in Sachsen gegen die Bank klagen – womit sie die erste Klage dieser Art in Deutschland anstrebt. Sollte das Verfahren tatsächlich von Erfolg gekrönt sein, könnte dies zu einem Präzedenzfall im Bereich der Negativzinsen werden.

UPDATE 10.01.2020: 2019 war kein gutes Jahr für Sparkassenkunden

Das Fazit für Kunden der Sparkasse für das Jahr 2019 fällt bitter aus. Vor allem zwei Faktoren haben das Geldinstitut für viele Menschen deutlich weniger attraktiv gemacht: Allgemein höhere Gebühren und Negativzinsen.

Jede zweite Sparkasse hat 2019 die Gebühren erhöht, wobei es vor allem die Onlinekonten getroffen hat, die vor einigen Jahren noch größtenteils kostenlos waren. Durchschnittlich liegt der Preis hier mittlerweile bei 3,63 Euro für die Nutzung.

Und nicht nur die laufenden Kosten erhöhen sich, Negativzinsen verursachen auch für das bei den Sparkassen gelagerte Geld kosten, allerdings ist die Sparkasse hier noch zurückhaltender als etwa viele Volksbanken – in den meisten Fällen sind es nur wohlhabende Kunden, die Negativzinsen zahlen müssen.

UPDATE 20.09.2019: Durch EZB Negativzinsen für Sparkassen Kunden

Möchte eine Bank ihre Gelder bei der EZB verwahren, werden seid neustem Beschluss durch die Zentralbank minus 0,5% erhoben. Banken müssen also für Kunden mit hohen Geldeinlagen auch höhere Gebühren zahlen. Die Sparkasse Rotenburg-Osterholz in Niedersachsen hat als erste Sparkasse auf den Strafzins der EZB reagiert. Kunden mit Einlagen über eine Millionen Euro zahlen einen Strafzins von 0,5%.

Mit der neuen Regelung möchte man die Wirtschaft ankurbeln und den deutschen Sparer zum Ausgeben animieren. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Entscheidung der EZB auf andere Bereiche der Sparkassen Gebühren auswirken wird.

Sparkassen Gebühren

Sparkasse erhöht Gebühren in vielen Regionen: Übersicht

Abgesehen davon, dass auch immer mehr andere Banken Gebühren einführen oder anheben, tut die Sparkasse dies in verschiedenen Regionen, in denen sie ihre Service bietet. Die Sparkasse erhöht Gebühren zum Beispiel in München, Hannover, Hamburg, Bielefeld, Regensburg und Remscheid. Ausweichmöglichkeiten findet man in unserem Girokonto Vergleich.

Durch einige unserer User haben wir von zwei weiteren Sparkassen erfahren, die teils sehr hohe oder zumindest viele Gebühren für unterschiedlichste Leistungen erheben. Zusätzlich beginnen Sparkassen an verschiedenen Orten gerade auch mit Erhöhungen von Depot- und sogar Schließfachgebühren. Hier werden Preise teils annähernd verdoppelt.

Zum öffnen der Informationen der einzelnen Banken anklicken!


Sparkasse gebühren geld abheben

Sparkasse erhebt nun auch Gebühren fürs Geldabheben

Deutschlandweit gibt es ca. 400 kommunale Sparkassen, davon erheben mehr als 40 Institute Gebühren beim Geldabheben. Einige Sparkassen verlangen bei jedem Bargeldvorgang am Geldautomaten Gebühren, andere verlangen erst bei häufiger Nutzung des Geldautomaten pro Monat ein Entgelt. Die Gebühren sind regional unterschiedlich und liegen derzeit bei bis zu 1 Euro. Um diesem neuen Gebühren-Hammer zu entgehen, bleibt entweder der Wechsel des Kontomodells oder man sucht sich direkt eine neue Hausbank.

Diese Sparkassen erheben Gebühren fürs Geldabheben

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NorddeutschlandWestdeutschlandOstdeutschlandSüddeutschland
Sparkasse Aurich-NordenKreissparkasse AhrweilerKreissparkasse Anhalt-BitterfeldSparkasse Bayreuth
Stadtsparkasse Bad SachsaStadtsparkasse Bad HonnefSparkasse Elbe-ElsterKreis- und Stadtsparkasse Dinkelsbühl
Förde SparkasseSparkasse Burbach-NeunkirchenHarzsparkasseKreis- und Stadtsparkasse Erding - Dorfen
Sparkasse LeerWittmundSparkasse DillenburgSparkasse MuldentalSparkasse Heidelberg
Sparkasse SchaumburgKreissparkasse EuskirchenKreissparkasse Heidenheim
Kreissparkasse VerdenStadtsparkasse GrebensteinKreissparkasse Kelheim
Sparkasse VorpommernStadt-Sparkasse HaanSparkasse Marburg-Biedenkopf
Sparkasse WestholsteinSparkasse HanauerlandSparkasse Mittelfranken-Süd
Stadtsparkasse HilchenbachSparkasse Niederbayern Mitte
Sparkasse HöxterSparkasse Passau
Sparkasse Neckartal-OdenwaldSparkasse Pfullendorf-Messkirch
Sparkasse Olpe-Drolshagen-WendenSparkasse Rastatt-Gernsbach
Sparkasse Vest RecklinghausenKreissparkasse Ravensburg
Sparkasse WittgensteinSparkasse Rothenburg
Sparkasse Rottal-Inn
Sparkasse Tauberfranken

Das scharfe Echo zahlreicher Medien zeigt erste Wirkung, denn die erste Sparkasse streicht die Abhebegebühren wieder. Hierbei handelt es sich um die Sparkasse Hanau. Der Imageschaden wird als gravierender eingeschätzt, als der Nutzen durch die Einnahmen. Dennoch ist das Girokonto mit einigen Gebühren belegt, die es genau zu prüfen gilt. Dank Kontowechsel-Service geht der Umzug zu einem kostenlosen Girokonto ganz einfach.

Fazit

Das Fazit zum Thema Sparkasse erhöht Gebühren: Wer in Zukunft noch ein gratis Girokonto haben will, wird sich wohl zunächst bei den online Banken umsehen müssen. Denn diese müssen kein Geld für Filialen ausgeben. In unserer Übersicht zum Girokonto ohne Gehaltseingang sind einige Banken aufgeführt, wo kostenlose Konten angeboten werden. Hier könnte es die kostenfreien Angebote noch etwas länger geben. Wenn Finanzexperten allerdings recht haben, wird das kostenlose Girokonto irgendwann in den nächsten 10 Jahren vollständig verschwunden sein.
Nicht nur bei der Sparkasse, auch bei anderen Banken gibt es regionale Unterschiede im Angebot. Wer sich genauer informieren möchte, liest unseren Artikel zum Vergleich kostenloser, regionaler Girokonto-Modelle durch.

Rückerstattung von Bank Gebühren

Warnung:In vielen Fällen ist es leider so, dass nur Kunden ihre Gebühren zurückerstattet bekommen, die dies explizit fordern, auch wenn die Sparkassen eigentlich dazu verpflichtet wären, dies von sich aus zu regeln. Glücklicherweise ist der Prozess aber im Prinzip ganz einfach.

1. Prüfen Sie zunächst Ihre Konto­auszüge. Dann notieren Sie Datum und Höhe aller Gebühren Buchungen, die nach dem jetzigen Urteil des Bundes­gerichts­hofs inakzeptabel sind.

2. Schreiben Sie an Ihre Sparkasse einen in etwa wie folgt formulierten Brief per Einschreiben mit Rückschein: „Nach dem Urteil des Bundes­gerichts­hofs vom 12. September 2017, Aktenzeichen: XI ZR 590/15, waren einige Ihrer Gebühren rechts­widrig. Bitte erstatten Sie mir deshalb folgende Beträge: (….) Sie haben mir außerdem heraus­zugeben, was Sie mit dem rechts­widrig kassierten Geld erwirt­schaftet haben. Dabei ist nach der ständigen Recht­sprechung des Bundes­gerichts­hofs zu vermuten, dass Sie auf mindestens fünf Prozent­punkte über dem Basiszins­satz kommen. Soweit mein Konto über­zogen war, haben Sie statt­dessen die auf die rechts­widrig erhobenen Gebühren entfallenden Zinsen zu erstatten. Die Erstattung erwarte ich bis spätestens (Datum in zwei oder drei Wochen). Sollte diese ausbleiben, behalte ich mir vor, ohne weitere Ankündigung recht­liche Schritte einzuleiten.“

 

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Redakteur: Stephan Gert

Bildquelle: Vielen Dank an inproperstyle für das Bild (inproperstyle/www.pixabay.de)

33 Gedanken zu “Sparkasse erhöht Gebühren um bis zu 75 Prozent

    1. Redaktion

      Guten Tag,

      von so hohen Gebühren für ein Girokonto haben wir noch nie gehört, um welche Sparkasse handelt es sich genau? Sie sollten sich unbedingt an die betreffende Sparkasse wenden um das zu klären.

      Mit besten Grüßen
      die Redaktion

  1. Michael

    Habe gerade gesehen das ich auf meinem Konto bei der Sparkasse für die sparkassen-card 4,20 Euro zahlen muss. Ist das wieder eine neue Gebühr.???

    1. Redaktion

      Hallo Michael,

      das ist durchaus möglich, leider können wir das so nicht prüfen, wir müssen wissen, um welche Sparkasse genau es sich handelt, da sich auch die Gebühren regional unterscheiden.

      Beste Grüße
      die Redaktion

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