Targo Bank Girokonto

Targobank präsentiert sich als neutraler Berater

Im Bereich Investmentfonds und Baufinanzierung verzichtet die Targobank bewusst auf eigene Produkte und kann somit neutral Interessierte beraten. Dies bringt Vorteile für beide Seiten.

Die heutige Targobank hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. In Deutschland agierte sie lange Zeit als Ableger der US-amerikanischen Citicorp, verschaffte sich aber mit ihren Praktiken in der Vergabe von Ratenkrediten einen immer schlechter werdenden Ruf. Mit dem Verkauf der Citibank an die französische Credit Mutuel Bankengruppe im Jahr 2008 kam auch die Umfirmierung in Targobank. Die Targobank betreut heute mit über 7.000 Mitarbeitern in 360 Filialen mehr als drei Millionen Kunden. Als Vertriebskanäle nutzt sie das Filialgeschäft ebenso wie den Weg als Direktbank.

Vollständiges Produktportfolio für das Privatkundengeschäft

Als Zielgruppe sieht die Targobank ganz klar Privatkunden und Selbstständige. In der Produktpalette geht das Unternehmen zwei Wege. Im Bereich Konten und Konsumkredite setzt das Haus logischerweise auf eigene Produkte. Das Online Girokonto der Targobank haben wir ja bereits etwas näher vorgestellt. Neu ist dabei, dass Kontoüberziehungen bis zu einer Höhe von 50 Euro ohne eine Berechnung von Dispozinsen angeboten werden.

In den Produktsegmenten Wertpapier und Baufinanzierung zeigt sich die Targobank jedoch als angebotsneutraler Berater. Wer sich für eine Wertpapieranlage in Investmentfonds interessiert, wird nicht, wie bei anderen Filialbanken, in erster Linie auf die hauseigenen Fonds hingewiesen – die Targobank verfügt über keine eigene Investmentgesellschaft. Wie der Anbietertest auf dem Fachportal Depotvergleich.com zeigt, greift die Targobank bei Investmentfonds auf fast das gesamte Universum der in Deutschland handelbaren Fonds zurück. Damit besteht für die Mitarbeiter des Kreditinstitutes keinerlei Interessenskonflikt in der Auswahl der anzubietenden Fonds. Die Targobank vereint damit die Vorgehensweise der Onlinebroker mit dem Bedarf der Klientel, die nach wie vor Wert auf eine persönliche Beratung legt. Offensichtlich scheint diese Vorgehensweise Erfolg versprechend zu sein, wie das Handelsblatt in seiner Online- Ausgabe vom 19.3.2014 berichtet.

Auch bei Baufinanzierung objektiver Berater

Analog zum Wertpapiergeschäft verzichtet die Targobank auch bei Baufinanzierungen auf eigene Produkte. Immobilienerwerber, die auf eine Finanzierung durch die Targobank zurückgreifen möchten, haben die Auswahl aus den Angeboten von rund 70 Baufinanzierern. Für die Bank hat diese Vorgehensweise natürlich auch Vorzüge. Die Provisionen fließen in voller Höhe sofort in die kurzfristigen Erträge, langfristige Risiken aus einer Finanzierung werden ausgelagert.

Der Darlehensnehmer wiederum profitiert von der breiten Auswahl aus zahlreichen Angeboten. Diese selbst einzuholen und zu vergleichen, würde einen Zeitaufwand bedeuten, für den kaum ein Käufer Zeit und Muse hätte. Das für Banken immer wichtigere Vorsorgesegment, ebenfalls mit kurzfristigen Erträgen ausgestattet, hat die Targobank auf unterschiedliche Anbieter verteilt und vermeidet damit ebenfalls eine ausschließliche Bindung an einen Versicherer. Unter dem Strich hat die Targobank ihr schlechtes Image aus früheren Jahren ablegen können und geht heute einen Weg, der in vielfacher Hinsicht objektiver und damit kundenfreundlicher ist, als die Ausrichtung der Mitbewerber aus dem Filialbanksektor.

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