beleghafte Überweisung Überweisungsgebühren

Überweisungsgebühren für beleghafte Überweisung

Noch bis vor ein paar Jahren hätte niemand zweimal darüber nachgedacht, den kleinen Zettel bei der Bank auszufüllen und einzuwerfen, um Geld zu überweisen. Heute fallen Überweisungsgebühren für die sogenannte beleghafte Überweisung an – also die Nutzung der klassischen Überweisungsscheine – aber wieviel muss man wo zahlen und wieso nutzen immer noch viele Menschen die beleghafte Überweisung?

Entwicklung beleghafte Überweisung zur online Überweisung

Die beleghafte Überweisung gibt es praktisch, seit es Banken gibt. Man trägt ein, wer das Geld bekommen soll und von welchem Konto man überweisen will und gibt den Überweisungsschein bei seiner Bank ab. Spätestens seit dem Jahr 2000 ist aber das Online-Banking auf dem Vormarsch und hält nach Statista 2015 bereits einen Marktanteil von über 50 Prozent.

Während in den ersten Jahren noch eine hohe Skepsis wegen Sicherheitsbedenken gegenüber dem Online-Banking herrschte, ist es heute aus dem Alltag nicht mehr weg zu denken. Trotzdem gibt es nach wie vor viele Menschen, die den direkten Kontakt mit der Bank bevorzugen, aber wieso eigentlich?

Vorteile beleghafte Überweisung Nachteile beleghafte Überweisung
  • Sehr sicher
  • Weniger Fehler
  • Überweisungen leichter stoppen
  • Längere Wartezeiten
  • Weg zur Bank
  • Schlechterer Überblick
  • Mehr Papierverbrauch
  • teurer

Vorteile beleghafte Überweisung

Beleghafte Überweisungen haben bis heute einige Vorteile, die das Online-Banking in der jetzigen Form einfach nicht bieten kann. Deswegen gibt es noch heute viele Menschen in Deutschland, die sich die Zeit nehmen, einen Überweisungsschein auszufüllen. Die drei größten Vorteile sind:

Schutz vor Phising Attacken und Hackern

Wahrscheinlich hat mittlerweile fast jeder in seinem Bekanntenkreis schon mal von gehackten Email Kontos oder im schlimmsten Fall von gestohlenen Passwörtern für den Online-Banking Account gehört. Während das Risiko solcher Attacken mit den Jahren vor allem durch bessere Sicherheitssystem abgenommen hat, ist es doch noch immer nicht völlig ausgeschlossen. Es gibt Viren bzw. Trojaner, die Passwörter mitlesen und Kontodaten auslesen können – aber nicht auf einer Papierüberweisung. Dieses Gefühl von Sicherheit ist einer der wichtigsten Gründe dafür, dass immer noch viele Menschen auf das Online-Banking verzichten.

Mehr Zeit und weniger Ablenkung

Wer einen Überweisungsschein ausfüllt ist meist sehr viel konzentrierter als jemand, der am Bildschirm etwas eintippt. Wenn man in der Bank in Ruhe den Schein ausfüllt, ist das Risiko, Fehler in der Überweisung zu machen, geringer. Das führt auch zum letzten Punkt.

Fehlerhafte Überweisungen stoppen

Sollte sich doch mal ein Fehler in die Überweisung einschleichen, ist eine beleghafte Überweisung deutlich leichter zu stoppen, als eine Online Überweisung. Denn man hat genau bis zu dem Zeitpunkt die Möglichkeit, eine Überweisung zu stoppen, an dem der Geldtransfer geschieht. Bei einer beleghaften Überweisung dauert dies meist deutlich länger. So hat man mehr Zeit, sich mit der Bank in Kontakt zu setzen, um die Überweisung noch zu stoppen.

 

Nachteile beleghafte Überweisung

Beschäftigt man sich länger mit dem Thema wird allerdings klar, dass die beleghafte Überweisung viele Nachteile mit sich bringt. Es scheint also, als wäre die Übernahme des Online-Bankings eigentlich nicht mehr aufzuhalten.

Überweisungen dauern länger

Eben noch unter den Vorteilen gelistet kann eine länger dauernde Überweisung natürlich auch als Nachteil gezählt werden. Online-Überweisungen dauern häufig nur Stunden, wodurch sich finanzielle Geschäfte schnell abwickeln lassen.

Der Weg zur Bank

Generell ist gegen ein wenig Bewegung und ein oder zwei Bankbesuche in der Woche sicher nichts einzuwenden. Allerdings wird es schon unangenehm, wenn man einfach einen Überweisungsvorgang vergisst und noch einmal zur Bank muss, statt seinen Feierabend zu genießen.

Viel Papier, wenig Überblick

Überweisungsträger und Kontoauszüge sammeln ist nicht nur anstrengend, sondern auch schlecht für die Umwelt. Einer der größten Vorteile vom Online-Banking ist, dass man seine Finanzen immer auf einen Blick vor Augen hat.

Online Banking ist günstiger

Der letzte und vielleicht wichtigste Punkt für viele wird sein, dass Online-Banking generell günstiger ist. Während die meisten Filialbanken für die beleghafte Überweisung mittlerweile Überweisungsgebühren verlangen, bleiben Online-Überweisungen i.d.R. kostenlos.

 

Gebühren beleghafte Überweisung

Bereits 2015 hält der Tagesspiegel in einem Artikel fest, dass immer mehr Banken Überweisungsgebühren bei beleghaften Überweisungen verlangen. Nur wenn man hierauf achtet, kann man zum Beispiel tatsächlich einschätzen, ob ein Girokonto kostenlos ist. Damals waren es Sparda- und Postbank, heute sind es noch viel mehr Institute. Wir haben die Kosten der größten Banken zusammengestellt. Dabei wurden reine Online-Banken ausgenommen, da es hier natürlich auch keine Bankschalter gibt, an denen man eine Überweisung abgeben könnte:

Sparkasse bis zu 2,50 Euro
Volksbank bis zu 1,95 Euro
Postbank 99 Cent
Deutsche Bank bis zu 1,50 Euro
Commerzbank bis zu 1,50 Euro

 

Fazit

Spätestens mit der Einführung von Überweisungsgebühren für die beleghafte Überweisung bei praktisch allen Filialbanken ist diese Art der Überweisung kaum noch sinnvoll und die Nachteile überwiegen klar die Vorteile. Ob man also möchte oder nicht, es wird Zeit, sich an das Online-Banking zu gewöhnen. Wer sich weiter über Online- und Mobile Banking informieren möchte, liest unseren aktuellen Artikel zu dem Thema. Welche Banken wofür genau welche Gebühren erheben, ob wirklich das Girokonto kostenlos ist, welches man im Blick hat, findet man in unserem neutralen Vergleich heraus.

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Redakteur: Stephan Gert

Bildquelle: Vielen Dank an stux für das Bild (© stux / pixabay.com).

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