TAN Verfahren der Banken – von mTAN über ChipTAN bis PhotoTAN

In den letzten Jahren sind immer mehr Sicherheitsverfahren für das Banking entstanden und mittlerweile bietet praktisch jede Bank eine andere Kombination von TAN Verfahren an. Hier ist auf einen Blick zu sehen, welche Banken welche Verfahren anbieten. Außerdem werden weiter unten die einzelnen Methoden noch einmal erklärt.

Sicherheitsverfahren der Banken – Tabelle gemäß neuester Aktualisierung 16.10.2018

    TAN-Listen
&
i-TAN
Chip-TAN mTAN/
TAN
per
SMS
App
-TAN/
Push
-TAN
Photo-TAN/
QR-TAN
HBCI/
FinTS
ING-Diba
Details
JA NEIN JA JA NEIN JA
Comdirect
Details
NEIN NEIN JA NEIN JA NEIN
DKB Deutsche Kreditbank Details
NEIN JA NEIN JA NEIN NEIN
1822direkt
Details JA NEIN JA NEIN JA NEIN
Santander Consumer Bank

Details OK OK OK OK OK OK
Consorsbank

Details NEIN JA JA NEIN NEIN NEIN
o2 banking

Details
NEIN NEIN NEIN JA NEIN NEIN
Commerzbank Details JA JA JA NEIN JA JA
norisbank Details NEIN NEIN JA NEIN JA NEIN
Fidor-Bank Details NEIN NEIN JA NEIN NEIN NEIN
N26 Details NEIN NEIN NEIN JA NEIN NEIN
Santander Consumer Bank Details JA NEIN JA NEIN NEIN NEIN
Wüstenrot Details
JA NEIN JA JA NEIN NEIN
Deutsche Skatbank Details
NEIN JA JA NEIN NEIN NEIN
EDEKABANK

Details
NEIN NEIN JA NEIN NEIN NEIN
Netbank

Details
JA JA JA NEIN NEIN NEIN

TAN-Listen & i-TAN

TAN-Listen sind das älteste, sozusagen „klassische“ Tan Verfahren, bei dem man von seiner Bank eine Liste mit TAN-Codes zugeschickte bekommt, die dann benutzt werden, um online-Banking Vorgänge zu bestätigen. Diese Methode wird heute von vielen als veraltet und auch nicht unbedingt als sehr sicher betrachtet, da die TAN-Liste theoretisch auch in falsche Hände gelangen könnte. Das i-TAN Verfahren ist eine Erweiterung der klassischen TAN Verfahren. Hierbei ist die TAN Nummer noch einmal durch eine sogenannte „Positionsnummer“ gekennzeichnet, wodurch das Verfahren sicherer wird. Man kann nicht mehr beliebig eine TAN aus der Liste wählen, sondern muss eine bestimmte nehmen, die einem von der Bank erst zum Zeitpunkt der Transaktion mitgeteilt wird.

Chip-TAN

Das Chip-Tan Verfahren bezeichnet im Allgemeinen eine Variante der Tan-Ausgabe, bei der ein spezielles Gerät zu Hause verwendet wird, in das die Bankkarte eingeschoben wird, um eine spezielle, für eine einzelne Transaktion gültige TAN zu generieren. Meist wird dazu zusätzlich ein Code auf dem Bildschirm eingeblendet, der mithilfe des Tan-Generators gelesen wird.
Generell gilt diese Methode als sehr sicher, allerdings ist sie natürlich nicht besonders mobil, da man eben den besagten TAN-Generator braucht, den die meisten Menschen wahrscheinlich zu Hause aufbewahren.

mTAN/TAN per SMS

Das mTAN Verfahren ist deutlich mobiler als Verfahren mit einem TAN-Generator. Man muss lediglich sein Mobiltelefon dabei haben, auf welches die TAN für einen Banking-Vorgang dann geschickt wird. Einige Experten kritisieren hier, dass etwa Banking-App und TAN auf demselben Gerät auftauchen. Allerdings gilt das Verfahren generell als sehr sicher.

AppTAN/PushTAN

Das AppTAN oder PushTAN Verfahren ist noch etwas einfacher gestaltet, als das mTAN Verfahren. Hier wird der TAN-Code direkt in der Banking App generiert, mit der auch der Bezahl- oder Überweisungsvorgang ausgeführt wird. Das heißt, man braucht nicht noch mal in seine SMS gucken, um den zugesandten Code von hier aus zu kopieren.

Photo-TAN/QR-TAN

Eines der neusten Verfahren ist die Photo-Tan Methode. Dabei wird ein farbiger Code auf dem Bildschirm etwa vom Laptop mit einer speziellen App auf dem Smartphone gescannt, wodurch dann der TAN-Code generiert wird. Man könnte also sagen, dass das Handy den TAN-Generator ersetzt. Auch hier wird jede TAN nur für einen speziellen Auftrag generiert und ist auch nur für diesen gültig.
Der Unterschied zum Chip-Tan Verfahren ist nicht nur, dass man keinen speziellen Tan Generator braucht (Obwohl dies von Comdirect auch angeboten wird), sondern auch, dass man seine Bankkarte nicht benötigt.

HBCI/FinTS

FinST ist eine Erweiterung des HBCI Verfahren und bezeichnet bestimmte Sicherheitsverfahren in Zusammenhang mit Tan-Generatoren und Chipkarten. Es gilt also sicherer als HBCI, wird aber bisher nur von einigen Banken angeboten. Um es anbieten zu können, müssen die Banken erst passende Software-Voraussetzungen entwickeln, was natürlich Zeit und Geld kostet.

Tan Verfahren Fazit

Im Endeffekt kann man nicht unbedingt festlegen, welches TAN Verfahren wirklich am sichersten ist, es gibt hier mittlerweile viele, gute Lösungen. Allerdings kann man sicher natürlich nach den eigenen Bedürfnissen entscheiden. Wer also viel unterwegs ist und trotzdem Bankgeschäfte jederzeit abwickeln will, sollte sich eben für eine der mobileren Varianten entscheiden.

Wer mehr Informationen zu den einzelnen Banken und deren Konten will, sollte sich unbedingt unseren Hauptvergleich ansehen:

Ausführlichere Artikel zu den Verfahren gibt es hier: